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SALK aktivieren Corona-Krisenstab

Spitäler reagieren auf steigende Covid-19-Zahlen

SB, SALK, Salzburger Landesklinikum, LKH, Landeskrankenhaus SALZBURG24/Wurzer
Die Landeskliniken erreichen im Corona-Plan die nächste Stufe. (ARCHIVBILD)

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) haben am Donnerstag den medizinischen Krisenstab ausgerufen. Das teilen die Spitäler in einer Aussendung mit. Grund dafür sind die steigenden Corona-Zahlen. Man habe nun den Übergang in die Stufe 2a erreicht. Welche Maßnahmen das bringt, erfahrt ihr im Überblick.

Landesweit werden in Salzburg aktuell 21 Covid-19-Patienten in sechs Spitälern behandelt. Sie liegen auf der Normalstation. Auf den Intensivstationen werden zusätzlich dazu fünf Menschen betreut. Damit seien die sogenannten "Triggerpunkte" erreicht worden, heißt es in der Mitteilung.

Spitäler erreichen nächste Stufe

Damit geht man von Stufe eins über in die nächste. Diese Stufe 2a hat der Leiter des medizinischen Einsatzstabes des Landes, SALK-Geschäftsführer Paul Sungler, am Donnerstag in der Früh ausgerufen. Damit wurden automatisch der medizinische Einsatzstab des Landes Salzburg und der Krisenstab am Uniklinikum Salzburg aktiviert. Der medizinische Einsatzstab des Landes wird von Paul Sungler geleitet, der Krisenstab des Uniklinikums von der Kollegialen Führung: Jürgen Koehler (Ärztlicher Direktor), Franziska Moser (Pflegedirektorin) und Klaus Offner (Wirtschaftsdirektion).

Absprache mit Vertretern aus anderen Spitälern

Der medizinische Einsatzstab des Landes wird in enger Absprache mit Vertretern aus allen Fondsspitälern und einem medizinischen Expertengremium arbeiten. Der Krisenstab des Uniklinikums stimmt sich laufend mit dem Betriebsrat, dem Arbeitsmedizinischen Dienst, der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und den Landeskliniken Hallein, St. Veit und Tamsweg ab.

2a bringt folgende Veränderungen

  • Im Haus I wird unter der Leitung der Uniklinik für Innere Medizin III die Zahl der vorgehaltenen Betten für die COVID-Versorgung von zuvor 20 auf 27 erhöht – in einer Stufe 2b würden insgesamt 37 Betten zur Verfügung stehen.
  • Im Intensivbereich werden vier weitere Betten für die COVID-Versorgung vorgehalten. Dafür wird unterstützendes, speziell geschultes Personal zugeteilt.
  • Ein OP-Saal im Haus A (Chirurgie West) steht aufgrund des erhöhten Personalbedarfs für die COVID-Versorgung vorläufig nicht mehr zur Verfügung.
  • Die COVID-Abklärungsstation bleibt unverändert und weiterhin im Haus A.

Sungler: "Nur geringe Einschränkungen" 

„Die Ausrufung der Stufe 2a bedeutet nur geringe Einschränkungen im laufenden Betrieb des Uniklinikum Campus LKH“, betont Sungler, der sich bereits vorab bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Verständnis und ihre Leistungsbereitschaft bedankt. „Gemeinsam haben wir die erste Welle der COVID-Pandemie in Salzburg gemeistert. Wir wissen, was auf uns zukommen kann und haben alles Menschenmögliche unternommen, um uns auch der neuen Herausforderung bestens gerüstet stellen zu können.“

(Quelle: SALZBURG24)

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Quarantäne-Quartier in Salzburg geschaffen

SB: Seniorenheim, Seniorenwohnhaus, Pensionist, Pflege, Pflegeheim pixabay
(SYMBOLBILD)

Aufgrund der auch im Land Salzburg steigenden Corona-Fallzahlen werde es für die Behörden eine besondere Herausforderung, die Seniorenwohnhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen coronafrei zu halten und die Spitäler zu entlasten. Deshalb wurde in der Stadt Salzburg nun ein Quarantänequartier angemietet.

Dabei handelt es sich um einen Teil des wegen Umbaus temporär leerstehenden Klinikgebäudes der Privatklinik Wehrle-Diakonissen im Andräviertel. "Eine gute Lösung, mit der wir die Seniorenwohnhäuser unterstützen und die Spitäler entlasten", teilte Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) nach einem Gespräch mit Vertretern Sozialabteilung des Landes, der städtischen Seniorenwohnhäuser und des Roten Kreuzes mit. In einem ersten Schritt werden 22 Betten zur Verfügung stehen. Für die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner in der neu geschaffenen Einrichtung muss ein Personalpool aufgebaut werden.

Vulnerable Gruppen vor Corona schützen

Nachdem die neue Einrichtung als Entlastung für alle Einrichtungen für Senioren und Menschen mit Behinderung relevant werden kann, wird es von Seiten des Landes auch einen Appell an die Träger der Häuser und die großen Sozialorganisationen geben, entsprechend Personal für das Quarantänequartier zur Verfügung zu stellen, damit die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner im Krankheitsfall sichergestellt ist. Nur durch gemeinsame Anstrengung und Kooperation wird es möglich sein, diese besonders vulnerable Gruppe weiterhin gut zu schützen und Anstiege von Erkrankungen in diesem Bereich zu verhindern bzw. einzugrenzen.

Infrastruktur in Salzburg vorhanden

"Das mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattete Haus soll vor allem jenen Seniorenhäusern zur Verfügung stehen, in denen aufgrund der baulichen Gegebenheiten bzw. aus medizinischen und pflegerischen Gründen keine Isolationsmöglichkeiten für Covid-positive Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden können und die aufgrund des Krankheitsverlaufes nicht ins Spital müssen", erklärt Stöckl.

Zusammenarbeit mit Seniorenwohnhäusern

Die fachliche Leitung des Quarantänequartiers übernehmen die städtischen Seniorenwohnhäuser. "Der Vertrag mit dem Objekteigentümer PremiQaMed wird ab Mitte/Ende November vorerst für eine Laufzeit von vier Monaten mit Option auf Verlängerung abgeschlossen. Auch die Zahl der Betten kann im Bedarfsfall aufgestockt werden", so Stöckl. Im Falle einer Überbelegung haben sich die Salzburger Landeskliniken (SALK) bereit erklärt, in der Landesklinik St. Veit neun Betten zur Verfügung zu stellen.

Entlastung der Krankenhausbetten

"Mit dieser Lösung wird sichergestellt, dass die Spitalsbetten für jene Corona-Kranken zur Verfügung stehen, die aufgrund des schweren Krankheitsverlaufs dort behandelt werden müssen. Zudem müssen wir alles daran setzen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern und die Spitäler und die einzelnen Abteilungen in Vollbetrieb und für 'normale' Patienten und alle Krankheitsbilder offen zu halten. Dazu benötigen wir jedes Bett", betont Stöckl.

Aufgerufen am 21.10.2020 um 01:00 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/coronavirus-salk-rufen-krisenstab-aus-94237555

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