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Inzidenzzahl doppelt so hoch

Salzburg bleibt Österreichs Corona-Hotspot

Landessanitätsdirektorin: "Wir sind ratlos"

Coronavirus Pixabay
Die Corona-Inzidenzzahl in Salzburg sind im Österreich-Vergleich doppelt so hoch. (SYMBOLBILD)

Das Bundesland Salzburg bleibt der Corona-Hotspot in Österreich: Am Sonntag wurden 274 Neuinfektionen gemeldet, damit waren an diesem Tag laut EMS 2.427 Menschen aktiv mit dem Virus infiziert, um 41 mehr als am Samstag. Mit 326 Infektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner liegt das Bundesland beim Doppelten des Österreich-Schnittes und ist mit großem Abstand das am stärksten betroffene Bundesland.

"Ich weiß nicht, ob sich die Salzburgerinnen und Salzburger so anders verhalten als die anderen Menschen in Österreich, ehrlich gesagt sind wir ziemlich ratlos, weshalb die Inzidenz in Salzburg so hoch ist", sagte Juhasz am Sonntag im APA-Gespräch.

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Es gebe einige Vermutungen für die hohen Zahlen im Bundesland, etwa die kostenlosen Massentests um Weihnachten mit einem sehr niederschwelligen Zugang (keine Voranmeldung) oder die sehr gründlichen Umfelduntersuchungen (nach positiven Tests). "Aber ob Salzburg wirklich schlechter da steht als andere Bundesländer, kann ich nicht sagen." Beruhigend sei allerdings, dass zuletzt vor allem junge Erwachsene infiziert worden seien, also Menschen, die nicht unbedingt zur Hochrisikogruppe zählen. In den Spitälern sei die Lage stabil.

Drei neue Corona-Tote in Salzburg

Das Land Salzburg selbst veröffentlicht die Sieben-Tages-Inzidenz nicht, weshalb die offizielle Statistik des Bundeslandes nur wenig aussagekräftig ist. Zu entnehmen ist ihr aber etwa, dass die Zahl der Menschen, die mit oder an Covid-19 gestorben sind, am Sonntag um drei auf 336 gestiegen ist. In Spitalsbehandlung befanden sich am Sonntag 139 Corona-Patienten, davon 22 auf Intensivstationen, diese Zahlen sind im Vergleich zu Ende Dezember gesunken.

Zahlen in Österreich sinken

Am Sonntag sind mit 1.466 Neuinfektionen österreichweit erneut Werte unter dem Tagesschnitt vermeldet worden, die 49 Todesfälle mit dem Virus SARS-CoV-2 liegen ebenfalls unter dem Durchschnitt von 63. Mit 2.227 Personen in einem Krankenhaus ist diese Zahl um drei gestiegen, die kritische Zahl der Patienten in intensivmedizinischer Behandlung sank hingegen um neun Personen und lag bei 363. Das sind um 51 weniger als vergangenen Sonntag.

274 Neuinfektionen in Salzburg

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Österreich 365.768 Fälle mit dem neuartigen Coronavirus registriert, davon sind 338.831 wieder genesen, 6.324 Menschen sind mit einer Infektion verstorben. Die Zahl der verbleibenden aktiven Fälle sank innerhalb von 24 Stunden um fast 500 auf 20.613. Sonntag vor einer Woche laborierten noch 23.009 an einer Infektion (Stand: Sonntag, 9.30 Uhr), wie aus den Zahlen des Innenministeriums hervorgeht.

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Die Neuinfektionen aufgeteilt nach Bundesländern führt Niederösterreich mit 332 an, es folgen Salzburg mit 274, Tirol mit 215 und Oberösterreich mit 194. Wien vermeldete 157 und Kärnten 113 positive Testergebnisse. In den verbleibenden drei Bundesländern gab es jeweils weniger als 100 neue Fälle: 80 in der Steiermark, 52 in Vorarlberg und 49 im Burgenland. Die Sieben-Tage-Inzidenz - Zahl der Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner - ist gegenüber gestern von 155,2 auf 155,9 minimal gestiegen. 

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 04.03.2021 um 07:56 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/coronavirus-salzburg-oesterreichweit-am-staerksten-betroffen-97844551

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