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Zahlen weiter hoch

Vorbereitungen für Corona-Massentests in Salzburg

Freiwillige Feuerwehr könnte aushelfen

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) gab am Montag in einer Video-Presskonferenz einen kurzen Überblick über die aktuelle Corona-Lage in Salzburg und auch einen Ausblick auf die anstehenden Corona-Massentests.

Die Eckdaten zum Tag: Derzeit gibt es im Bundesland 6.493 aktiv infizierte Personen. 120 Todesfälle wurden bis dato in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet, 228 Corona-Patienten sind im Spital, 24 davon auf der Intensivstation.

Lehrer und Polizisten als erste zum Massentest

Bereits angelaufen sind die Vorbereitungen der Massentests ab der zweiten Dezemberwoche. Den Anfang machen die Lehrpersonen an den Schulen, dann die Polizei-Mitarbeiter. "Wir stehen für die Abwicklung in engem Kontakt mit Militärkommando. Gleichzeitig sorgen wir vor, dass die zu erwartenden zusätzlichen Absonderungsbescheide rasch ausgestellt werden können. Heute Abend findet dazu noch ein Koordinationsgespräch der Länder mit dem Bund statt", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer in einer Aussendung am Montag.

Mehr Teststraßen in jedem Bezirk

Als Beispiel und guter Gradmesser in Bezug auf die Massentests dient für Salzburg Südtirol. Dort war rund ein Prozent der freiwillig Getesteten positiv. Auf Salzburg umgerechnet würden das 3.500 bis 4.000 Personen sein, denn wir rechnen damit, dass zirka 60 Prozent mitmachen. "Es wird Teststraßen in jedem Bezirk, zusätzlich zu den bestehenden, geben. Das Schwergewicht legen wir auf die digitale Abwicklung, sodass eine rasche Befundauskunft per SMS oder App möglich ist", sagt Wilfried Haslauer. Möglicherweise müsse man bei den Tests auch auf geschulte Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr oder auf medizinisches Personal zurückgreifen.

Zahlen weiterhin hoch

Derzeit sei  eine sinkende Tendenz beim Covid-19-Infektionsstand bermerkbar. Allerdings: "Wir müssen weiter herunterkommen bei den Zahlen und ich hoffe, dass das in den kommenden Tagen eintreten wird. Unter einer Inzidenzzahl von 100 hat es überhaupt keinen Sinn, die Maßnahmen zu lockern", zerstreut Haslauer Hoffnungen auf eine rasche Rücknahme der Lockdown-Maßnahmen.

Haslauer: "Leichter Rückgang"

"Wir verzeichnen derzeit einen leichten Rückgang der Zahlen, allerdings auf sehr hohem Niveau. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,05, sie war schon einmal bei 1,3. Die Verdoppelungszeit stieg auf heute 32,4 Tagen, sie lag schon einmal bei nur acht Tagen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 678,3, auch hier eine leichte Entspannung", fasst Haslauer zusammen. Der Vergleich im ehemaligen Corona-Hotspot Kuchl, wo die Maßnahmen schon früher aktiv wurden als vom Bund verordnet: "Hier verzeichnen wir im Moment 62 aktive Fälle."

Gemeinde-Mitarbeit beim Contact Tracing läuft

"Die Maßnahmen mit den Gemeinden beim Contact Tracing greifen", so Haslauer und er fügt hinzu: "400 Mitarbeiter in den Gemeinden stehen im Einsatz, zirka 560 positive Fälle und 1.531 Personen der Kontaktkategorie 1 wurden bisher an die Gemeinden delegiert."

Handel: Haslauer rechnet mit Öffnung am 7. Dezember

In diesen Tagen ist es äußerst schwierig, Prognosen zu machen, in der Videopressekonferenz wagte Haslauer einen vorsichtigen Blick auf die nächsten Wochen. "Ich rechne schon damit, dass der Handel am 7. Dezember wieder öffnen kann, teilweise auch der Präsenzunterricht an den Schulen. Bei Hotellerie und Gastronomie, also auch in Hinblick auf die Wintersaison, bin ich skeptisch, da rechne ich eher eine Woche später damit. Fest steht für mich, dass erst bei einer 7-Tage-Inzidenz von zirka 100 eine breite Lockerung der Maßnahmen möglich ist. Die Experten sind sich einig, dass sonst die Zahlen wieder sehr schnell steigen würden", so Haslauer abschließend.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 21.01.2021 um 11:17 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/coronavirus-vorbereitungen-fuer-massentests-in-salzburg-96043306

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