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Die Eckpunkte auf einen Blick

Das ist Salzburgs Öffnungs-Strategie

Wohnzimmertest gültig, Volkskultur erstmals mitberücksichtigt

ZRDICDPZEENLSTX9EIK5_prvw_483125.jpg Land Salzburg / Neumayr/Probst
Im Bild: Markus Kurcz, Leiter Katastrophenschutz, Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrettungskommandant Anton Holzer im Rahmen der Online-Pressekonferenz zur Öffnungsstrategie in Salzburg. 

Salzburg rüstet sich in Hinblick auf die Öffnungsschritte am 19. Mai mit rund 750.000 Corona-Tests pro Woche. Die Strategie wurden heute in einem Online-Medientermin vorgestellt. Für die Salzburger Volkskultur gibt es endlich gute Nachrichten.

Zusätzlich zu den beaufsichtigten Antigen-Schnelltests in den Stationen des Roten Kreuzes und in den Gemeinden gelten auf Initiative von Landeshauptmann Wilfried Haslauer auch die digital unterstützten „Wohnzimmertests“ für Gastronomie, Veranstaltungen und körpernahe Dienstleister.

Stabile Corona-Lage im gesamten Bundesland

„Wir freuen uns auf die Öffnungsschritte, die derzeit stabile Lage in Salzburgs Spitälern und eine stetig sinkende 7-Tage-Inzidenz – heute beträgt sie 87 – lassen dies auch zu, allerdings nicht ohne begleitende Maßnahmen. Wirtschaft und Tourismus werden aufatmen, es geht ein positiver Ruck durch das Land“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Dienstag. Ab 19. Mai braucht jeder, der nicht geimpft oder genesen ist einen Zutrittstest, was eine enorme Herausforderung für die gesamte Infrastruktur in Salzburg darstellt. „Zirka 750.000 Tests pro Woche werden wir zumindest zu Beginn abwickeln müssen. Dass die digital unterstützten Wohnzimmertests nun auch anerkannt werden, ist dabei ein wesentlicher Faktor. Die Hilfe der Gemeinden sowie des Roten Kreuzes mit ihren beaufsichtigten Angeboten bilden die zentralen Säulen der Testinfrastruktur“, so Haslauer.

Eckpunkte für die Öffnung in Salzburg

  • Kostenlose und wohnortnahe Testmöglichkeiten für alle, die nicht geimpft oder genesen sind: „Die Gemeinden waren schnell bereit zu helfen, dieses Service für die Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Bisher haben sich rund zwei Drittel gemeldet, so können wir gemeinsam mit dem Roten Kreuz flächendeckend Tests anbieten, dazu kommen die „Wohnzimmertests“, betont Landeshauptmann Haslauer.
  • Klare Besucherregeln und Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen: „Da war es mir wichtig, dass wir es den Menschen im Land einfach machen. 1.500 Personen Indoor und 3.000 Personen Outdoor jeweils mit fix zugeordneten Sitzplätzen ist eine Richtmarke, an der man sich leicht orientieren kann“, so der Landeshauptmann.
  • Auch Vereine wie zum Beispiel Musikkapellen und die Volkskultur werden auf Initiative Salzburgs in die Öffnung miteinbezogen, die Einhaltung der Sicherheitsregeln vorausgesetzt. „Ich hätte es überhaupt nicht eingesehen, dass ein Fußballspiel mit Zuschauern möglich ist, aber keine Musikprobe“, so Haslauer.
  • Vorantreiben der Impfstrategie: „Das verfolgen wir ohnehin seit Monaten. Die Impfdosen werden nun mehr und mehr, die Lieferungen verlässlicher. Im Laufe der nächsten Wochen werden immer mehr Salzburgerinnen und Salzburger geimpft sein und immer weniger einen Zutrittstest benötigen“, so Haslauer. Bisher wurden in Salzburg laut e-Impfpass 211.501 Impfdosen verabreicht, diese Woche sind 33.245 vorgesehen.

„Beaufsichtigte Tests und daheim mit der App“

Landesrettungskommandant Anton Holzer hatte am Dienstag die Details zu den beaufsichtigten Antigen-Schnelltests und den sogenannten „Wohnzimmertests“. „Die 15 permanenten Teststationen wechseln alle auf das System der beaufsichtigten Tests, dadurch können wir die Kapazitäten massiv erhöhen, bei weniger Personalaufwand. Außerdem vereinheitlichen wir die Öffnungszeiten. Montag, Mittwoch und Freitag 7 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 17 Uhr. Die temporären Teststationen übernehmen die Gemeinden“, so Holzer und er fügt hinzu: „Die Wohnzimmertests werden ab nächster Woche von einer eigenen App des Roten Kreuzes begleitet. Damit kann man den Test einfach zu Hause verifizieren.“

Mitterer: „Große Hilfsbereitschaft der Gemeinden“

Günther Mitterer, Präsident des Salzburger Gemeindeverbands, steht den 119 heimischen Kommunen vor. Ein Großteil von ihnen wird ab nächster Woche eine eigene Teststraße mit beaufsichtigten Abstrichen anbieten: „Mit heutigem Stand sind 75 Gemeinden bei den Tests mit an Bord und sind landesweit eine wichtige Säule, um den Ansturm auf die Tests bewältigen zu können. Die meisten Ortschefs haben mir bestätigt, dass sie dieses Service ihren Bewohnerinnen und Bewohnern anbieten wollen, kostenlos und in der Nähe“, erklärt Mitterer.

Kurcz: „Wir sind gerüstet“

Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes, lieferte einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Daten: „Mit den Wohnzimmertests für zu Hause, den beaufsichtigten Selbsttests in den Stationen von Rotem Kreuz und in Gemeinden sowie den Schnelltests bei Ärzten und Apotheken bieten wir ein umfassendes Angebot an und sind ab kommender Woche auf rund 750.000 Tests pro Woche ausgelegt - Die Vor-Ort-Testungen beispielsweise in der Gastronomie sind wirklich nur für Notfälle gedacht. Bei den Wohnzimmertests rechnen wir mit rund 380.000 pro Monat, dafür werden 8 Millionen QR-Codes angeschafft. 60.000 QR-Codes bekommt jede Apotheke, pro Person und Monat werden zehn Testkits über die Apotheken verteilt. Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt geht es um die Umsetzung.“

Wohnzimmertests mit App

In Salzburg werden die sogenannten „Wohnzimmertests“ für zu Hause ebenfalls für den Zutritt gelten. Hier die Eckpunkte:

  • Die App dafür heißt Selbsttest RK Salzburg App
  • 60.000 QR-Codes werden jeder Apotheke zugeteilt
  • Man rechnet mit 380.000 dieser Wohnzimmertests pro Monat
  • 10 Testkits pro Person und Monat
  • Und so geht es: QR-Code scannen, persönliche Daten eingeben, Test durchführen und Ergebnis fotografieren, Bescheinigung kommt per SMS aufs Smartphone.

 

 

 

Gültigkeit der Tests

Die digital unterstützten „Wohnzimmertests“ sind insgesamt 24 Stunden gültig und ermöglichen wie alle anderen Zutritt zu körpernahen Dienstleistern, Seniorenwohnhäusern, Gastronomie, Veranstaltungen und so weiter. 48 Stunden anerkannt sind beaufsichtigte Antigen-Schnelltests in den Stationen des Roten Kreuzes, ab 16./17. Mai werden diese auch in zahlreichen Salzburger Gemeinden angeboten. Von medizinischem Fachpersonal abgenommene Schnelltests, wie in Apotheken und bei Ärzten, sind ebenso 48 Stunden als Nachweis anerkannt, PCR-Testungen – kostenlos nur bei Symptomen oder Kontaktpersonen auf behördliche Anweisung - sind 72 Stunden gültig.

Salzburgs Test- und Öffnungskonzept im Überblick

  • Öffnungen für Gastronomie, Hotellerie, Kultur und Sport ab 19. Mai
  • Eintritt für Geimpfte, Genesene und Getestete
  • Salzburger Testkonzept ist auf 750.000 Tests pro Woche ausgelegt
  • Beaufsichtigte Selbsttests von Roten Kreuz und ab der KW 20 in vielen Gemeinden: 48 Stunden gültig
  • Mit Rotkreuz-App und QR-Codes unterstützte Wohnzimmertests: 24 Stunden gültig; 10 Tests pro Person und Monat in Apotheken abzuholen
  • Abstriche bei Ärzten und Apotheken (Schnelltests): 48 Stunden gültig
  • PCR-Tests: 72 Stunden gültig – kostenlos nur bei behördlicher Anweisung
  • Vor-Ort-Tests für die Gastronomie etc.: Diese gelten für die Besuchsdauer der Lokalität
  • Vorantreiben der Impfstrategie als entscheidender Faktor
  • Alle Informationen: www.salzburg.gv.at/coronatests
  • Anmeldungen: www.salzburg-testet.at oder telefonisch bei 1450
  • Bescheinigung per SMS oder E-Mail (beaufsichtigte Selbsttests und digital unterstützte Wohnzimmertests
(Quelle: SALZBURG24)

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