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Debatte um Manager-Gehälter: Vorstände der Salzburg AG verdienen 15.900 Euro pro Monat

Nachdem Gemeinderätin Ingeborg Haller (Bürgerliste) zum wiederholten Male die Offenlegung der Manager-Gehälter der Salzburg AG forderte, hat die Salzburger AG Dienstagnachmittag reagiert und in einer Aussendung die Gehälter der beiden Vorstände kommuniziert.

„„Was verdienen Sie Herr Schitter? Was verdienen Sie Herr Hirschbichler?", fragte Ingeborg Haller in einer Aussendung und forderte eine Offenlegung im Sinne des Salzburg Corporate Governance Kodex.

Und 89 Prozent der befragten S24.at-User sprachen sich Dienstagvormittag ebenfalls für die Offenlegung der Manager-Gehälter aus, während 11 Prozent dagegen stimmten.

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Das Gehalt der Salzburg AG-Vorstände

Am Nachmittag reagierte dann die Salzburg AG mit einer Aussendung: „Das Gehalt der Vorstände unterliegt dem Manager-Bezügegesetz, einem Salzburger Landesgesetz. Demnach ist das Grundgehalt eines Vorstands mit jenem des Landeshauptmanns gedeckelt. Dieses beträgt 222.700 Euro brutto im Jahr (und nicht die in Medien kolportierten 313.800 Euro), das entspricht einem Bruttomonatsgehalt von rd. 15.900 Euro", so die Salzburg AG. Die Gehälter seien bisher zwar noch nie bei der Salzburg AG angefragt worden, für die Vorstände sei es aber überhaupt kein Thema ihre Gehälter zu veröffentlichen, heißt es.

Neben Gehalt auch Prämien

Zusätzlich zum Gehalt bekommen die Manager eine „erfolgsabhängige Prämie" (zwischen Null und max. 40 Prozent des Jahresbruttobezuges), dafür seien die Vorstandgehälter seit 2008 ohne Indexanpassung und unverändert (Nulllohnrunde). Wie hoch die Prämien für das Jahr 2012 exakt sind, ist unbekannt. Der Kodex sieht jedoch vor, dass selbstverständlich auch die Prämien und Zulagen auszuweisen sind. "Ich erwarte mir daher, dass die Salzburg AG in einem zweiten Schritt auch die im Jahr 2012 ausgeschütteten Prämien ausweist, denn alles anderes wäre nur eine halbe Sache", so Ingeborg Haller Dienstagnachmittag.

"Vorbild Salzburg AG"

Haller zeigt sich über die Offenlegung grundsätzlich erfreut, fordert aber gleichzeitig, dass andere Gesellschaften mit Stadt- und Landesbeteiligung dem „Vorbild Salzburg AG" folgen: „Zu allererst der Salzburger Flughafen. Bekanntlich sind die Verträge der beiden Geschäftsführer noch kurz vor der Wahl im Mai 2013 mit Zustimmung von SPÖ und ÖVP verlängert worden. Die beiden Geschäftsführer wären angesichts der aktuellen Debatte rund um den Flughafen gut beraten, dem Vorbild der Salzburg AG zu folgen und offen zu legen, was sie verdienen. Von öffentlichem Interesse ist auch das Verdienst des neuen Geschäftsführers der SIG (Städtische Immobiliengesellschaft) der mit 1.August seine Tätigkeit aufgenommen hat, um nur zwei Beispiele zu nennen" so Haller Dienstagnachmittag.

(Quelle: S24)

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