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Dämmerungseinbrecher

So schützt ihr euer Haus

Schon einfache Maßnahmen schrecken ab

Einbrecher, Einbruch, Dämmerungseinbrecher, SB APA/HELMUT FOHRINGER
Dämmerungseinbrecher schlagen vor allem im Herbst und Winter zu. (SYMBOLBILD)

Die frühe Dämmerungszeit in den Herbst- und Wintermonaten ruft jedes Jahr Einbrecher auf den Plan. Täter schlagen bevorzugt zwischen 16 und 21 Uhr zu. Gerade in den letzten Tagen kam es im Bundesland Salzburg zu einigen Delikten. Wir haben Tipps für euch, wie ihr euch schützen könnt.

Dämmerungseinbrecher schlagen von November bis Jänner zu, warnt das Bundeskriminalamt. Die Täter sind besonders zwischen 16 und 21 Uhr unterwegs, abhängig von der Dämmerungszeit. Zu den Tatorten zählen meist Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden sind und eine rasche Flucht ermöglichen. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen besonders im Fokus.

 

So gelangen Dämmerungseinbrecher ins Haus

Die Täter versuchen zumeist durch das Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen in das Wohnobjekt einzudringen. Dabei nutzen sie meist einfache Hilfsmittel und brechen mit Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster auf.

Von November 2018 bis Anfang Februar 2019 hat es 330 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser weniger gegeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einem Rückgang von 22 Prozent. 

Fast die Hälfte der Täter scheitert

Seit dem Jahr 2014 gebe es jährlich verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung von Dämmerungseinbrüchen, was zu einem Rückgang der Zahl der Anzeigen im Wohnraumeinbruch geführt habe, so das Bundeskriminalamt. Dabei werde auf Analyse, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit sowie Prävention gesetzt.

Durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen, könnten Einbrecher abgeschreckt werden. Das belegen auch die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik: Bei 46,5 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich im Jahr 2018, das sind 4.548 angezeigte Fälle, blieb es lediglich beim Versuch. 

Was kann ich selbst tun?

Diese Tatsache geht meist mit dem guten Eigenschutz und den richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen der Bevölkerung einher. Dabei sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste. Die Polizei will aber auch die Menschen dazu motivieren, sie bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen.

Tipps zum Schutz vor Einbrechern:

  • Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig, Zusammenhalt schreckt Täter ab.
  • Vermeiden von Zeichen der Abwesenheit. Briefkästen leeren und Werbematerial beseitigen. Es soll kein unbewohnter Eindruck entstehen.
  • Licht in der Wohnung oder ein laufender Fernseher bzw. Radio verscheuchen Einbrecher.
  • Fenster, Terrassen- und Balkontüren schließen. Gekippte Fenster wirken geradezu einladend für Einbrecher.
  • Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht, ist zu vermeiden. Wegräumen von Gegenständen die Einbrecher leicht nützen können.
  • Bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren verwenden und Außenbeleuchtung installieren.
  • Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter sichern.
  • Nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen.
  • Außenbeleuchtungen am Grundstück nehmen dem Einbrecher die Möglichkeit, ungesehen um das Haus zu schleichen. Leitern, Werkzeuge und andere Hilfsmitteln sollten unbedingt weggeschlossen werden.
  • Außentüren und Fenster sollten stets geschlossen sein, wenn die Wohnung oder das Haus leer ist. Auch das Gartentor gehört abgeschlossen. Ein Schild "Warnung vor dem Hund" am Gartentor kann potenzielle Täter abschrecken.
  • Größere Geldbeträge, Schmuck und andere Wertsachen sind wahre Einladungen für jeden Einbrecher. Besser aufgehoben sind diese in einem Bankschließfach oder in einem befestigten Tresor mit Zahlenkombinationsschloss.
  • Arbeitet in der Nachbarschaft im Team! Einbrecher hassen aufmerksame Blicke aus den anliegenden Grundstücken. Achtet auf verdächtige Geräusche, Personen und Fahrzeuge. Notiert Marke, Farbe und Kennzeichen von Autos, die euch verdächtig vorkommen.
(Quelle: SALZBURG24/APA)

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