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"Neue Normalität"

Einrichtungen für Behinderte öffnen wieder

Rückkehr zum fast normalen Betrieb

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Die Einrichtungen in Salzburg für Menschen mit Behinderung öffnen wieder ihre Türen. (SYMBOLBILD)

Viele der Werkstätten, Beschäftigungsprojekte oder Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung in Salzburg hatten nur einen eingeschränkten Betrieb oder geschlossen. Nun sollen sie stufenweise wieder zum Normalbetrieb zurückkehren.

Für die meisten Menschen ist die Umstellung des Alltags zu Zeiten des Coronavirus immer noch ungewohnt und oft auch mit vielen Anstrengungen verbunden. Für die knapp 1.200 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen in Salzburg ist ein strukturierter Alltag in gewohnter Umgebung jedoch noch wichtiger.

Nun kehrt in Einrichtungen wie der Lebenshilfe, der Laube, dem Landeszentrum für Hör- und Sehbildung (LZHS), der KOWE Puch, dem Arcus Hof, dem Diakoniewerk, der Caritas, der Pro mente oder der rws anderskompetent die „neue Normalität“ ein.

Strenge Hygienestandards in Behinderten-Einrichtungen

„Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, ihre Angehörigen und die Teams in den Einrichtungen stehen jedoch nach wie vor großen Herausforderungen. Denn die Probleme sind vielfältig, gerade wenn es um Menschen geht, die zu Risikogruppen zählen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Einrichtungen unter Einhaltung der Corona-Hygienestandards, die vom Bund vorgegeben wurden, jedoch mit ganz individuell abgestimmten Lösungen ihren Betrieb wiederaufnehmen“, erklärt Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne).

Kleinere Teams und Kontakt via Skype

Das LZHS setzt etwa auf Gruppenteilungen und Lernen zu Hause, in den Laube-Tageszentren setzt man auf Raumteilungen, kleinere Gruppen und verstärkte Outdoor-Angebote oder die rws in der Warwitzstraße und der Traunstraße auf abwechselnde Arbeitszeiten, das Diakoniewerk auf Einzelbegleitung ebenfalls unter Einhalt der Hygieneregeln.

Pro mente: Kontakt in Krise halten

Bei Pro mente hatten die Mitarbeiter auch während der Corona-Krise regelmäßige bis tägliche Kontakte mit ihren Klienten telefonisch per Skype, aber auch persönlich unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften. „Denn gerade in der Krise ist es wichtig, dass Menschen mit psychischen Problemen oder psychischen Erkrankungen einen Ansprechpartner haben. Und es ist wichtig, den Kontakt zu halten und nicht zu verlieren“, sagt Alfons Riedlsperger, Geschäftsführer von Pro mente Salzburg.

Auch die Angehörigen werden, wie in den anderen Institutionen auch, nach wie vor laufend über die aktuelle Situation informiert.

Besuche in Lebenshilfe-Wohnhäusern wieder erlaubt

Besuche waren auch in den Lebenshilfe-Wohnhäusern für Menschen mit Behinderungen nicht möglich, vor kurzem wurden sie geöffnet. "Die Sehnsucht war auf beiden Seiten schon sehr groß, wir haben viele Momente der Freude erlebt", schildert Geschäftsführer Guido Güntert. Auch die Einhaltung der Schutzmaßnahmen durch gute Einschulung funktionierte. Einige Bewohner, die vorübergehend zu Hause betreut wurden, kehrten wieder in ihr Wohnhaus zurück

150 Einrichtungen in Salzburg

In Salzburg gibt es an über 150 Standorten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Es stehen mehr als 1.000 Wohnplätze in Wohngruppen oder in teil- und ambulant betreuten Wohnungen zur Verfügung sowie zirka 1.200 Plätze in Tagesbetreuungs- und Beschäftigungseinrichtungen.

(Quelle: SALZBURG24)

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