Jetzt Live
Startseite Salzburg
Salzburg

Einsatzfunk wird auf digital umgestellt

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und LH Wilfried Haslauer Wildbild/ Rohrer
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und LH Wilfried Haslauer

Für das Land Salzburg ist der Startschuss für die flächendeckende Umstellung von analogem auf digitalen Funk für die Blaulichtorganisationen gefallen.

Bis Ende 2017 sollen die Funkstandorte im ganzen Land errichtet sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 21,1 Mio. Euro. Das Land zahlt 18,1 Mio. Euro, das Innenministerium drei Mio. Euro. Ab Jänner 2018 soll der Digitalfunk landesweit funktionieren.

Einsatzkräfte funken auf unterschiedlichen Systemen

"Der Analogfunk hat ausgedient, weil es kaum mehr Ersatzteile gibt. Das BOS-System (Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Anm.) ist auch wesentlich abhörsicherer als das analoge Funksystem", erklärte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstag, bei einer Pressekonferenz in Salzburg, bevor sie die entsprechenden Verträge mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) unterzeichnete.

Derzeit funken die Salzburger Einsatzorganisationen teilweise noch auf unterschiedlichen Systemen. Die Polizei und die Berufsfeuerwehr in der Stadt Salzburg verwenden bereits den Digitalfunk, die Freiwilligen Feuerwehren müssen noch mit analogen Geräten auskommen. Bei Katastropheneinsätzen kann das Mischsystem die Fehlerquellen in der Kommunikationskette erhöhen. "In Zukunft wird es möglich sein, dass alle Blaulichtorganisationen direkt auf einer Frequenz kommunizieren können. Dies kann im Ernstfall Leben retten", sagte die Innenministerin.

Tausende Funkgeräte werden ausgetauscht

Haslauer bezeichnete die flächendeckende Einführung des Digitalfunks als eine langfristige Weichenstellung zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit der Blaulicht-Organisationen wie Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung, Wasserrettung und Höhlenrettung. "Es ist notwendig, auf digitales System umzustellen. Wir müssen die große Investition schultern, trotz der Finanzkrise des Landes." Der Bund stellt die Betriebstechnik zur Verfügung, das Land muss für die Standorte sorgen. Zwei Funkleitstellen werden umgerüstet und Tausende Funkgeräte ausgetauscht.

Polizei wird personell aufgestockt

Von den 18,1 Mio. Euro, die das Land berappt, fließen 15 Mio. Euro aus dem Gemeindeausgleichsfonds und 3,1 Mio. Euro aus allgemeinen Haushaltsmitteln. Ab 2018 ist das Land für den laufenden Betrieb zuständig. Die Betriebsphase wurde mit 25 Jahren angegeben. Das Innenministerium hat den österreichweiten Ausbau des Digitalfunks in einer ARGE mit dem Land Tirol 2004 an ein Konsortium vergeben. Errichtungs- und Betriebsgesellschaft ist die Firma Tetron.

Bei der Pressekonferenz wurde auch erklärt, dass die Polizei in Salzburg noch in diesem Jahr personell aufgestockt wird. 65 Polizeischüler werden aufgenommen, zehn Salzburger Polizisten kehren laut Mikl-Leitner aus anderen Bundesländern in die Heimat zurück. Damit werde die Polizei um 75 Personen aufgestockt. Da aber von den derzeit rund 1.550 Exekutivbediensteten in Salzburg 24 in Pension gehen, beträgt der "Nettozuwachs" rund 50 Polizisten. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.02.2021 um 07:13 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/einsatzfunk-wird-auf-digital-umgestellt-44870863

Kommentare

Mehr zum Thema