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9.300 Abstriche

10 Neu-Infektionen in Salzburgs Seniorenheimen

Alle Betreuungseinrichtungen durchgetestet

Durchtestung, Corona Pixabay
Insgesamt knapp 9.300 Corona-Tests wurden in Salzburgs Seniorenwohnhäusern gemacht. (SYMBOLBILD)

Das Land Salzburg hat alle 75 Seniorenwohnhäuser auf Covid-19 durchgetestet. Das Ergebnis dieses umfassenden Screenings ergab insgesamt zehn zusätzliche positive Testungen (zwei Mitarbeiter und acht Bewohner).

„Das zeigt, dass die getroffenen Maßnahmen wichtig und wirksam waren. Unser Dank richtet sich an die Träger und an das Personal für ihren hohen Einsatz, diese besonders gefährdete Gruppe so erfolgreich zu schützen. Auch die Bewohnerschaft und deren Angehörige haben mit ihrer aktiven und verständnisvollen Mithilfe sowie Disziplin viel dazu beigetragen“, sind sich Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn einig.

In den Salzburger Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren und für Menschen mit Behinderungen galt und gilt es, die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verhindern. Mit großem Engagement des Personals, verständnisvollen Senioren wie auch Angehörigen ist dies in Salzburg bisher gut gelungen. Jede Einrichtung muss dabei ihr eigenes, individuelles Tempo gehen, denn die Voraussetzungen sind verschiedene“, so die beiden zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl und Schellhorn.

Insgesamt 9.268 Abstriche

Bei den Tests begonnen wurde mit den bereits von Covid-19 betroffenen Häusern. Es folgten jene mit Verdachtsfällen, und schließlich wurden alle 75 Seniorenwohnhäuser durchgetestet. Dabei wurden Abstriche von insgesamt 4.685 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 4.583 Bewohnerinnen und Bewohnern genommen. Jetzt liegen die gesamten Ergebnisse vor: Insgesamt wurden bei dieser Durchtestung acht Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet. In Summe waren elf Häuser im Bundesland Salzburg mit 51 positiv getesteten Bewohnern und 31 Mitarbeitern betroffen.

Häuser entscheiden individuell über Besuche

Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenwohnhäusern und deren Angehörige waren die Einschränkungen in den vergangenen Wochen eine Belastungsprobe. Die Häuser entscheiden individuell über die spezifischen Besuchsregelungen vor Ort, je nach Gegebenheiten und Infrastruktur.

Abgestimmter „Fahrplan“ für die Besuchsregelungen

Am Montag fand ein weiteres Vernetzungstreffen des Landes mit Gemeindeverband, Vertretungen der Seniorenwohnhäuser und der Bewohnervertretung statt, um den Status Quo und weitere Schritte zu besprechen. Die Seniorenwohnhäuser und deren Personal wollen weiterhin die Bewohnerschaft bestmöglich schützen. Ende Mai wird das nächste Vernetzungstreffen stattfinden. Dann wird gemeinsam der nächste Schritt im Zusammenhang mit „gelockerten” Besuchen in Seniorenwohnhäusern beraten. Bis dahin werden die derzeit geltenden Besuchsempfehlungen fortgesetzt.

Regeln für Besuche in Seniorenwohnhäusern

„Um das Ansteckungsrisiko möglichst minimal zu halten, müssen auch weiterhin die Hygiene-Regeln eingehalten werden“, so Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. So füllen Besucher beim Betreten der Einrichtung eine Selbsterklärung aus. Darin wird festgehalten, ob der Gast in den vergangenen Tagen und Wochen Covid-19-Symptome hatte oder einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt war. Darüber hinaus gelten weiterhin die bisherigen Regeln, wie etwa: Besuche nur nach Terminvereinbarung und mit zeitlicher Beschränkung, Tragen von Mund-Nasen-Schutz, ausgewiesene Besuchsbereiche im Freien oder in eigenen Räumlichkeiten sowie Begleitung der Besucherinnen und Besucher durch Fachpersonal und so weiter. „Das Virus ist da, es ist nicht verschwunden. Daher sind wir mit jedem Schritt bemüht, vor allem die Gesundheit aller Beteiligten bestmöglich zu schützen“, unterstreichen Stöckl und Schellhorn.

Weitere Durchtestungen in Abstimmung mit dem Bund

„In Abstimmung mit dem Bund und nach dessen Zustimmung beziehungsweise dem Vorliegen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen in der Teststrategie des Landes Salzburg nun folgende Schwerpunkte gesetzt werden: alle Patienten, die aus einem Spital in ein Seniorenwohnhaus oder in häusliche Pflege entlassen werden, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie Asylheime“, so Gesundheitsreferent Christian Stöckl. 

(Quelle: SALZBURG24)

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