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Bilanz 2019

Erzdiözese Salzburg: Gewinn trotz mehr Austritten

Kirche nahm sechs Mio. Euro für Sanierungen in die Hand

Kirche, Katholiken, Religion, SB APA/GEORG HOCHMUTH
Die Erziözese Salzburg hat im Jahr 2019 ein Bilanzplus von 2,8 Prozent gemacht (SYMBOLBILD).

Die Erzdiözese Salzburg hat im Jahr 2019 gut 59,3 Millionen Euro eingenommen und einen Bilanzüberschuss von 54.000 Euro erzielt. Das Gros der Einkünfte ging mit 49,71 Millionen Euro auf die Kirchenbeiträge zurück. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber 2018 – trotz der im Vorjahr gestiegenen Zahl an Kirchenaustritten. Allerdings bereitet die Corona-Pandemie der Erzdiözese heuer große Sorgen.

"Derzeit können wir noch keine klaren Aussagen über die zu erwartenden Finanzentgänge treffen. Wir rechnen jedoch damit, dass es zu deutlichen Rückgängen bei den Einnahmen kommen wird", teilte Finanzkammerdirektor Cornelius Inama am Mittwoch mit. Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise macht er sich für Sparmaßnahmen stark. "Die Diözese muss festlegen, welche Aufgaben für die Zukunft wichtig sind – und worauf man möglicherweise verzichten muss."

Erzbischof Franz Lackner erklärte, das kirchliche Angebot bestmöglich aufrechterhalten zu wollen. "Viele Pfarren, kirchliche und caritative Einrichtungen sind jetzt stärker gefordert als vor der Pandemie. Der Bedarf an Seelsorge, Beratung und sozialer Unterstützung ist groß." Inwiefern dies weiter möglich sein könne, hänge nicht zuletzt vom Kirchenbeitrag ab.

460.000 Katholiken in Erzdiözese Salzburg

Auf der Ausgabenseite schlug sich im Vorjahr vor allem die Bezahlung der rund 900 Priester, Diakone und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Arbeitsfeldern zu Buche. Die Personalkosten beliefen sich 2019 auf rund 35 Millionen Euro – das waren 59 Prozent der Einnahmen. Für die Sanierung oder Erhaltung von mehr als 100 der rund 700 Gebäude der Erzdiözese - vor allem Kirchen und Pfarrhöfe - wurden im vergangenen Jahr rund sechs Millionen Euro ausgegeben. Dazu kamen unzählige Zuschüsse für pastorale und soziale Aufgaben, für Sacheinrichtungen und Betriebskosten in den einzelnen Pfarren, aber auch Subventionen für katholische Privatschulen oder die beiden großen katholischen Bildungshäuser in Salzburg und Wörgl.

In der Erzdiözese, die Salzburg und Teile von Tirol umfasst, leben derzeit rund 460.000 Katholiken. 5.405 Frauen und Männer haben 2019 die Glaubensgemeinschaft verlassen, gegenüber 4.748 im Jahr 2018. 446 Personen widerriefen ihren Austritt oder traten in die katholische Kirche ein.

(Quelle: APA)

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