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EU-Wahl

Wahlkartenzahl lässt höhere Beteiligung erwarten

Meinungsforscher rechnen mit Anstieg der Wahlbeteiligung
Meinungsforscher rechnen mit einem Anstieg der Wahlbeteiligung.

45.673, das sind rund 11,5 Prozent aller Wahlberechtigten, haben eine Wahlkarte für die Europawahl am kommenden Sonntag beantragt. Das sind so viele wie noch nie zuvor bei Europawahlen im Bundesland Salzburg.

Zum Vergleich: Bei der Europawahl 2014 wurden 25.971 Wahlkarten ausgegeben. Bei den Gemeindewahlen in diesem Jahr wählten 34.805 Salzburgerinnen und Salzburger die Auswärtsvariante der Stimmabgabe, und bei der Landtagswahl im Vorjahr waren es 34.792. Bisherige „Rekordhalterin“ ist die Nationalratswahl 2017 mit 52.394 ausgestellten Wahlkarten.

Vor allem in der Landeshauptstadt beliebt

Die meisten Wahlkarten, nämlich 15.101, wurden in der Landeshauptstadt ausgestellt. Es folgen der Flachgau (12.157), der Pinzgau (6.514), der Pongau (5.763) und der Tennengau (4.267). Schlusslicht bei den Wahlkartenanträgen ist der Lungau mit 1.871. 

Auch österreichweit gab es einen Anstieg der Wahlkartenanträge im Vergleich zur letzten EU-Wahl. Genau 686.249 wurden ausgestellt, gab das Innenministerium Freitagnachmittag bekannt. Das sind zwar weit weniger als bei der Nationalratswahl 2017 - aber um 242.192 - also 54,5 Prozent - mehr als bei der EU-Wahl 2014. Das lässt laut Meinungsforschern auf einen Anstieg der Wahlbeteiligung schließen. Außerdem werden im vorläufigen Endergebnis Sonntag um 23 Uhr auch wesentlich mehr Briefwahlstimmen fehlen als 2014: Um die 580.000 Briefwähler sind angesichts der Zahl der Wahlkarten zu erwarten. 

2014 hatten 444.601 Wahlberechtigte eine Wahlkarte bekommen, 359.814 haben sie für die Briefwahl verwendet - die übrigen für die Stimmabgabe am Sonntag in "fremden Wahllokalen". Die Wahlkartenwähler werden bei EU-Wahlen gleich am Sonntag mitgezählt, am Montag werden die Stimmen der Briefwähler ausgewertet.

EU-Wahl: Briefwähler sind Zünglein an der Waage

Sie könnten - wie man es von der Bundespräsidentenwahl kennt - durchaus das letzte Wort sprechen, wenn die Wahl knapp ausgeht. Denn gut ein Fünftel der gültigen Stimmen dürfte auf Briefwähler entfallen - geht man von den bisher mehr als 2,8 Millionen gültigen Stimmen bei den vorigen Wahlen aus. Da hatte die Wahlbeteiligung knapp über 45 Prozent betragen. Sie dürfte heuer wegen der innenpolitischen Erschütterungen in der Woche vor der Wahl allerdings höher ausfallen - und dass wesentlich mehr Wahlkarten ausgestellt wurden, unterstützt diese These.

Der allergrößte Teil der Wahlkarten - 642.762 - wurde an Wähler im Inland ausgestellt, 43.487 gingen ins Ausland, meldete das Innenministerium. Die meisten Anforderungen gab es aus Wien (161.557 Wahlkarten), die wenigsten im kleinsten Bundesland Burgenland (18.109).

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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