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EUNADICS-AV

Große Katastrophen-Übung in Salzburg

bundesheer300517012.jpg Neumayr/Archiv
Die Übung findet diese Woche in der Schwarzenberg-Kaserne statt.

Wie wirken sich Katastrophen wie ein Vulkansausbruch oder ein Terroranschlag auf den Flugverkehr in Europa aus? Dieser Fragen gehen Bundesheer, Uni Salzburg und andere Organisationen unter Führung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) diese Woche in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg nach.

Salzburg

Der Flugverkehr ist eine kritische Infrastruktur. Unterbrechungen, wie etwa durch den Vulkanausbruch in Island im Jahr 2010, verursachen wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. Das derzeit laufende Projekt EUNADICS-AV entwickelt Methoden und Systeme, die im Falle von Naturkatastrophen und nuklearen Zwischenfällen, einen sicheren Luftverkehr mit möglichst geringen wirtschaftlichen Auswirkungen gewährleisten.

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Ein Übungsszenario betrifft den Ausbruch des Ätnas auf Sizilien mit anschließender Ausbreitung der Aschewolke über ganz Europa. 

Ausbruch des Ätnas als Übungsannahme

Die europaweite Übung findet von Montag bis Freitag dieser Woche in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg statt. Dabei werden zwei Szenarien durchgespielt: Das Erste betrifft einen hypothetischen Ausbruch des Ätnas auf Sizilien mit anschließender Ausbreitung der Aschewolke über ganz Europa. Die dabei freigesetzte Aschekonzentration hat großflächige Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Fiktiver Terroranschlag mit "schmutziger Bombe"

Der zweite Fall ist ein fiktiver Terroranschlag, bei dem radioaktives Material freigesetzt wird und sich über Mitteleuropa mit entsprechenden Auswirkungen auf den Flugverkehr ausbreitet. Mithilfe neu entwickelter Simulationsmethoden können der Ort, die Zeit und die Stärke der Ausbringung des radioaktiven Materials zurückverfolgt werden.

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In einer Einsatzzentrale in der Schwarzenberg-Kaserne wird die Reaktionskette durchgespielt.

EUNADICS-AV Flugverkehr aufrechterhalten

In der Schwarzenberg-Kaserne wird die Reaktionskette von der ersten Warnung vor dem Ereignis, über Ausbreitungsmodelle, bis hin zur Darstellung und Analyse der Situation, durchgespielt. Das Ziel der Übung ist es, zum einen die im Ernstfall verfügbaren Daten und Abläufe zu präsentieren und zum anderen die resultierenden Auswirkungen auf den Flugverkehr zu simulieren.

Basierend darauf werden von der Universität Salzburg und der Firma Flightkeys die bestmöglichen Gegenmaßnahmen (etwa Flugumleitungen) berechnet, um den Flugverkehr bestmöglich aufrechterhalten zu können.

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Dsa Bundesheer führte bereits vergangenen Sommer Flüge für die aktuelle Übung durch.

Kein verstärkter Flugverkehr in Salzburg

Während der Übung ist in Salzburg übrigens nicht mit verstärktem Flugverkehr des Bundesheeres zu rechnen. Wie Hauptmann Moritz Galsterer vomKommando Luftstreitkräfte gegenüber SALZBURG24 angibt, finden die entsprechenden Flüge rein über Simulationen statt.

Am Mittwoch findet ein Medientermin in der Schwarzenberg-Kaserne zu dieser Übung statt, wir sind für euch natürlich mit dabei.

(Quelle: SALZBURG24)

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