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8,7 Mio. Euro Schaden

Fünf Jahre Haft für Ex-Immobilien-Entwickler

Mann soll fünf Banken geschädigt haben

SB, Justiz, Justizgebäude, Gericht, Landesgericht, Verhandlung SALZBURG24/Wurzer
Der Prozess gegen den mittlerweile 64-Jährigen dauerte rund zwei Jahre. (SYMBOLBILD)

Ein ehemaliger Immobilienentwickler ist am Dienstag am Landesgericht Salzburg nicht rechtskräftig zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) warf dem 64-Jährigen gewerbsmäßig schweren Betrug und betrügerische Krida vor.

Salzburg

Er soll bei der Finanzierung von Bauprojekten fünf Banken sowie mehrere Gewerbetreibende und Dienstleister um insgesamt rund 8,7 Millionen Euro geschädigt haben.

Ex-Immobilien-Entwickler: Prozess dauert zwei Jahre

Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, weil weder Verteidigung noch Staatsanwaltschaft eine Erklärung dazu abgegeben haben, wie Gerichtssprecher Peter Egger am Mittwoch gegenüber der APA bestätigte. Der Prozess hat rund zwei Jahre gedauert.

Landesgericht SALZBURG24/WURZER

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Ermittler sehen "Loch auf, Loch zu"-Methode

Der 64-Jährige war Gesellschafter und Geschäftsführer von neun Firmen, die auch Bauvorhaben in Salzburg und Oberösterreich realisierten. Zum Teil sind einige dieser Unternehmen in Konkurs gegangen. Laut WKStA soll der damalige Unternehmer im Bereich der Immobilienentwicklung im Zeitraum von 2009 bis 2016 mittels einer kriminellen "Loch auf, Loch zu"-Methode Forderungen aus alten Bauvorhaben beglichen haben. Um die Schulden aus diesen Projekten zu reduzieren, habe er Bankkredite zweckwidrig verwendet. So habe er diese Kredite nicht für neue Bauprojekte, sondern zum Stopfen von "Altlöchern" und auch für den privaten Lebensbereich verwendet.

Schaden von 5,7 Mio. Euro

Die Staatsanwaltschaft warf dem ehemaligen Immobilienentwickler, Makler und Hausverwalter auch vor, er habe Rechnungen gefälscht sowie Scheinrechnungen ausgestellt und falsche Überweisungszwecke vorgegeben. Mit den angelasteten schweren Betrügereien habe der Mann einen Schaden von 5,7 Millionen Euro verursacht, durch die betrügerische Krida einen Schaden von rund 2,9 Millionen Euro.

Anwalt bestreitet Methode

In dem im April 2019 gestarteten Prozess hatte Verteidiger Bernhard Kettl erläutert, warum sein Mandant nicht schuldig sei. Es seien mehrere Bauvorhaben gleichzeitig gelaufen. Die vorgeworfene "Loch auf, Loch zu"-Methode" bestritt der Anwalt. Teilweise seien Firmen auch vorschnell in den Konkurs geschickt worden. Der Angeklagte habe weder Kreditmittel zweckwidrig verwendet, noch habe er Scheinrechnungen ausgestellt oder Rechnungen gefälscht.

Der 59-Jährige bekannte sich am Donnerstag umfassend schuldig (Symbolbild). Neumayr/MMV/Archiv
Der 59-Jährige bekannte sich am Donnerstag umfassend schuldig (Symbolbild).

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Angeklagter bereits zwei Mal vor Gericht

Der Angeklagte ist bereits zweimal in Salzburg vor Gericht gestanden. Er wurde am 28. Juli 2016 wegen Untreue zu einer Haftstrafe von drei Jahren, einem davon unbedingt, verurteilt. Der ehemalige Hausverwalter soll von Juni 2008 bis Februar 2015 rund 2,6 Millionen Euro von den Betriebskosten- und Rücklagenkonten seiner Kunden unrechtmäßig verwendet haben, indem er mit dem Geld vor allem Verbindlichkeiten für drei seiner Gesellschaften beglichen hat. Insgesamt sollen 26 Wohnungseigentümergenossenschaften geschädigt worden sein. Im Dezember 2016 wurde der Mann wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung und Abgabenbetruges zu sieben Monaten bedingter Haft sowie zu einer teilbedingten Geldstrafe von 1,2 Millionen Euro verurteilt.

(Quelle: SALZBURG24)

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