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Was kann ein Smart Home?

Digitales Heim in Salzburg immer gefragter

smart-home-3148026_1920.jpg Pixabay
Im Smart Home lassen sich sämtliche Funktionen in einem Haus bequem und zentral steuern. 

Die Digitalisierung macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht Halt: In einem Smart Home lassen sich etwa Heizungen ein- oder ausschalten und Rollläden bedienen, obwohl man gar nicht zu Hause ist. Wie die Anwendungsmöglichkeiten aussehen und wie sehr das Interesse der Salzburger am digitalen Eigenheim ausgeprägt ist, hat uns Ludwig Senger von der Firma Interna erklärt.

Die Anwendungsbereiche sind enorm. Ob Überwachung mittels vernetzter Kameras, perfekter Raumtemperatur im Winter wie im Sommer oder ein Spiegel, der über ein eingebautes Display aktuelle Nachrichten wiedergeben kann. Das Smart Home verspricht völlig neue Möglichkeiten. Einblicke in diesen Bereich gibt aktuell auch die Messe Bauen & Wohnen, die derzeit im Salzburger Messezentrum stattfindet. 

So wird das Eigenheim smart

Dabei gibt es Rauchmelder, Bewegungsmelder und Alarmanlage schon eine ganze Weile. Was also macht ein Smart Home so smart? "Es ist die intelligente Verknüpfung und Benutzung eines Gerätes", erklärt Ludwig Senger von der Salzburger Firma Interna im Gespräch mit SALZBURG24. So könne etwa ein gewöhnlicher Rauchmelder als "Alarmgeber" für eine Vielzahl von Situationen im Haus verwendet werden. "Dazu muss er aber intelligent verknüpft sein", gibt der Experte weiter an.

Haus soll Ist-Situation erkennen

Dabei muss man unterscheiden zwischen Geräten, die man bedienen will – wie etwa einer Kaffeemaschine – und Dingen, die selbstständig passieren sollen, wie etwa Markisen, die bei entsprechender Sonneneinstrahlung automatisch aktiviert werden. "Das Haus erkennt also selbstständig die Ist-Situation und reagiert entsprechend darauf. Müsste ich es bedienen, wäre es ja nicht smart", so Senger.

Haus soll Besitzer präventiv informieren

Kaffeemaschine oder Lichter vom Sofa aus per Sprachassistent zu bedienen, geht für den Salzburger somit am Kern der Sache vorbei: "Wir bei Interna neigen eher dazu, dass ein Haus die Ist-Situation erkennen soll und stellen zudem die Schadensvermeidung in den Vordergrund. Erst in einem zweiten Schritt geht es um den Komfort." Im Idealfall gehe es also darum, sich nicht selbst über den Ist-Zustand informieren zu müssen, sondern darum, dass das Haus präventiv den Besitzer in Kenntnis setzt.

Das kostet ein digitales Eigenheim

In Salzburg sei das Interesse durchaus vorhanden, vor allem bei technisch interessierten Personen. Die Kosten für ein Smart Home gehen weit auseinander, je nach gewünschtem Einsatzgebiet. Will man also nur einige Geräte bequem von der Couch aus bedienen, ist dies um mehrere hundert Euro möglich. Will man das gesamte Haus intelligent und selbstständig gestalten, kann man hier schnell mehrere tausend Euro ausgeben. Weitere Anwendungsgebiete für die Technologien sieht Senger zudem im Bereich des Facility Managements großer Objekte.

Am Smart Home führt kein Weg vorbei

Wie Senger erklärt, ist der Markt bezüglich der Smart Homes aktuell allerdings noch etwas konfus und somit für den Häuselbauer noch nicht wirklich greifbar. Früher oder später führe aber an der Entwicklung kein Weg vorbei. "Es ist wie beim Auto. Früher wurde man gefragt, ob man eine ABS-Ausstattung möchte. Heute ist es selbstverständlich", erklärt Senger. Seiner Ansicht nach werde  die Entwicklung hier bei Rollläden, Heizsysteme und Überwachungskameras also ähnlich vonstattengehen.

Weitere Informationen zum Thema Smart Home finden Interessierte bei einer Veranstaltung im Rahmen der Klima- und Energiemodellregion Salzburger Seenland am 19. Februar in Seeham (Flachgau).

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 08.12.2021 um 09:41 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/experte-erklaert-was-kann-ein-smart-home-83074960

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