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Fall Sanader: Kroatische Staatsanwaltschaft rollt noch eine Causa auf

Die kroatische Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft USKOK ermittelt in einem neuen Fall gegen den in Salzburg inhaftierten ehemaligen Premier Ivo Sanader.

USKOK wirft ihm und dem kroatischen Unternehmer Robert Jezic die Absicht vor, über Jezic' Petrochemie-Firma Dioki aus dem staatlichen Erdölunternehmen JANAF um 10 Mio. Euro beiseitezuschaffen. Sanader soll dabei Amtsmissbrauch begangen, Jezic ihm dabei geholfen haben, so die Staatsanwaltschaft in einer Aussendung.

Sanadersoll 2008 und 2009 den Verkauf eines Baugrunds für Erdöllagertanks in Zagreb, die Jezic gestellt hat, um 28 Mio. Euro vorangetrieben haben. Der Preis sei um 10 Mio. teurer gewesen als der reale Preis. Das Treffen zwischen Vertretern von JANAF und Jezic soll der ehemalige Wirtschaftsminister Damir Polancec, der wegen Malversationen bereits in U-Haft war, organisiert haben. Als JANAF nicht auf den Deal einsteigen wollte, habe Sanaderbei einem Treffen mit JANAF persönlich auf den Kauf des Grundstücks gedrängt - doch die Erdölfirma lehnte ab.

Robert Jezic wurde einen Tag, bevor Sanader in Österreich verhaftet wurde, festgenommen, er sitzt in U-Haft. Durch billigen Strom des staatlichen Energiedienstleisters HEP an seine Firma Dioki soll Jezic, mit Hilfe Sanaders, den Stromanbieter um etwas weniger als eine Mio. Euro geschädigt haben. (APA)


(Quelle: S24)

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