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Fasching in Salzburg

Was ist erlaubt, und was nicht?

Faschingsumzug Abtenau SALZBURG24 Konrad
​Was ist im Fasching erlaubt, und was nicht? Wir klären auf.

Der Fasching geht auf seinen Höhepunkt zu und damit auch das närrische Treiben auf den Straßen und in den Büros. Doch trotz guter Laune müssen sich Arbeitnehmer und Autofahrer an bestimmte Regeln halten. Was ist erlaubt, und was nicht? Hier ein Überblick.

Die Faschingsfeier im Büro wirft zunächst die Frage auf, ob Arbeitnehmer dazu verpflichtet werden können, sich zu verkleiden. Grundsätzlich sollte sich die Kleidungswahl auch im Fasching an der Art des Betriebes orientieren, rät die Arbeiterkammer Oberösterreich.

Keine Vorschriften zur Arbeitskleidung

Gesetzliche Vorschriften zur Arbeitskleidung - abgesehen von jenen des Arbeitnehmerschutzes - gibt es nicht. Daher gilt: Wenn in einer Branche - etwa im Bankwesen - formelle Arbeitskleidung üblich ist, sollten auch im Fasching Cowboyhut, Lasso und Revolver tabu sein, es sei denn, der Arbeitgeber erlaubt dies ausdrücklich.

Verkleidung kann verpflichtend sein

Umgekehrt kann der Arbeitgeber den Wunsch nach einer Kostümierung äußern, verpflichten kann er die Angestellten dazu jedoch nicht. Verkleidungen können nur dann verpflichtend sein, wenn jemand zum Beispiel extra für das Faschingsfest eingestellt wurde.

Faschingsfeier während Arbeitszeit wird entlohnt

Für Faschingsfeiern am Arbeitsplatz gilt: Lädt der Arbeitgeber zu einer Feier während der Arbeitszeit ein, "schenkt" er diese den Arbeitnehmern und muss sie auch entlohnen. Eine Feier außerhalb der Arbeitszeit bleibt im Normalfall unbezahlt, der Besuch ist daher freiwillig. Ein im Betrieb aufrechtes Alkoholverbot gilt auch während der Faschingszeit.

Autofahren im Kostüm?

Auch auf Salzburgs Straßen treiben es in den nächsten Tagen Prinzessin, Superman und Freunde kunterbunt. Der ARBÖ rät daher allen Autofahrern besonders vorsichtig unterwegs zu sein. Trifft man während der Fahrt auf eine Gruppe Faschingsnarren sollten Fahrzeuglenker bedenken, dass durch die Verkleidung die Bewegungsfreiheit nicht gegeben und das Sichtfeld eingeschränkt ist.

Autofahrer, die verkleidet zu einer Feier unterwegs sind, haben darauf zu achten, dass ihre Sicht durch ein Kostüm nicht eingeschränkt ist – es muss freie Sicht herrschen, wie ARBÖ- Rechtsexperte Stefan Mann ausführt: „Der Lenker hat den Lenkerplatz in bestimmungsgemäßer Weise einzunehmen. Er hat dafür zu sorgen, dass seine Sicht für das sichere Lenken des Fahrzeuges ausreicht.“

Verstärkte Alko-Kontrollen

Ebenso muss die maximale Beweglichkeit und Fußfreiheit (es darf sich nichts im Pedal verhängen) gegeben und das Gehör darf nicht beeinträchtigt sein. Grundsätzlich ist es aber nicht verboten, mit einer Faschingsverkleidung Auto zu fahren. „Wir empfehlen trotzdem, während der Fahrt auf Masken, Perücken oder andere eventuell störende Utensilien zu verzichten“, sagt Mann.

Freilich ist Alkohol am Steuer in der närrischen Zeit ebenso tabu. Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko. Die Polizei führt in der Faschingszeit verstärkt Alkoholkontrollen durch, um alkoholisierte Lenker aus dem Verkehr zu ziehen.

Sachbeschädigung im Fasching

Ist das Faschingsgschnas eine öffentliche Veranstaltung und es kommt während eines solchen Events zu einem Schaden an einem Auto, ist grundsätzlich der Verursacher dafür zur Verantwortung zu ziehen. Egal, ob es sich dabei um Schneewittchen, Superman oder sonst wen handelt. „Auch eine noch so gelungene Feier rechtfertigt keine Sachbeschädigung oder sogar Körperverletzung. Erst, wenn der Verursacher nicht mehr zu eruieren ist, oder es zu organisatorischen Versagen des Veranstalters des Umzugs gekommen ist, dann ist die Veranstalterhaftung ein Thema. Er muss jedenfalls für ausreichend viel Sicherheitspersonal sorgen“, erklärt Mann.

Wann greift Versicherung?

Wer nur einen Parkplatz in der Nähe eines Umzuges gefunden und Bedenken wegen Vandalismus-Schäden hat, kann - zumindest teilweise - beruhigt werden. Vandalismus ist für gewöhnlich mit einer Vollkaskoversicherung, aber auch in mancher Teilkasko abgedeckt. Maßgeblich sind die Vertragsbedingungen. Zu beachten ist aber ein möglicher Selbstbehalt. Wer nur eine Haftpflichtversicherung hat, bleibt auf dem Schaden sitzen, so der Täter nicht ausgeforscht werden kann und auch keine Veranstalterhaftung greift“, betont Mann abschließend.

(Quelle: SALZBURG24)

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