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Salzburg mit Rettungsaktion

Feldlerche ist "Vogel des Jahres"

Die Feldlerche ist in Gefahr. Die Bestände sind in den vergangenen 20 Jahren alarmierend zurückgegangen, den typischen Gesang hört man nur mehr sehr selten. Aus den Grünlandgebieten Salzburgs ist das Tier weitestgehend verschwunden. "Mit der Aktion 'Vogel des Jahres' möchten wir auf die prekäre Situation der Feldvögel aufmerksam machen, ihren Bestand erhalten und schützen", unterstreicht Naturschutzlandesrätin Maria Hutter (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung.

Sankt Georgen bei Salzburg, Lamprechtshausen

Gründe für den Schwund dieses gefiederten Tieres sind Nahrungsmangel und Lebensraumverlust. "Es benötigt für eine erfolgreiche Aufzucht seiner meist zwei bis drei Bruten eine niederwüchsige Vegetation, die auch Lücken aufweist. Der rasche Vegetationsaufwuchs auch im Grünland trägt zum Rückgang der Art bei", erklärt Ornithologin Susanne Stadler, von der Abteilung Natur- und Umweltschutz.

Feldlerche Land Salzburg/Monika Rattey
Landesrätin Maria Hutter (Mitte) mit einigen der Beteiligten, die helfen, die Feldlerche zu schützen.

Bewusstsein schaffen und Lösungen aufzeigen

Das Land Salzburg hat 2017 die Initiative "Wir tun was – für Feldlerche und Kiebitz" gestartet, diese Aktion wird nun mit "Vogel des Jahres" fortgesetzt. "Wir schaffen Bewusstsein, zeigen Lösungsmöglichkeiten auf und unterstützen lokale Initiativen. Im Rahmen eines Betreuungsnetzwerkes setzen engagierte Bäuerinnen und Bauern freiwillige Maßnahmen zum Schutz der Tiere um", erklärt Projektleiter Günter Jaritz von der Abteilung Natur- und Umweltschutz.

"Lerchenfenster" in St. Georgen und Lamprechtshausen

Einer davon ist der Landwirt Peter Absmanner aus St. Georgen, Holzhausen. Er hat bereits zwei Lerchenfenster angelegt. "Es handelt sich dabei um Flächen in der Größe von rund 20 Quadratmeter, die bei der Aussaat ausgespart werden und durch das Anheben der Sämaschine bei der Winterkultur entstehen", erklärt Absmanner. "Der Ertragsverlust ist vernachlässigbar, die Wirkung für die Biodiversität jedoch groß." Auch Landwirt Sepp Zauner in Lamprechtshausen hat ein Herz für den "Vogel aus seiner Kindheit". "Ich hebe die Sämaschine einfach kurz auf, so entsteht ein getreidefreier Raum und damit ein idealer Lebensraum."

Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung

Auch die lokale Imker- und Jägerschaft konnte der engagierte Landwirt Peter Absmanner schon überzeugen: Sie legen Blühstreifen und Lerchenfenster auf ihren Feldern an, um der Honig- und den Wildbienen, dem Niederwild sowie der gefährdeten Vogelart zu helfen. "Alleine an diesem Beispiel zeigt sich, dass jeder mit relativ einfachen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von bedrohten Arten und der Biodiversität leisten kann", freut sich Landesrätin Hutter.

(Quelle: SALZBURG24)

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