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Felix Baumgartner und seine bisherigen Projekte

Felix Baumgartner - seit 1999 immer wieder auf der Suche nach dem Adrenalin-Kick. APA/Fohringer
Felix Baumgartner - seit 1999 immer wieder auf der Suche nach dem Adrenalin-Kick.

Der Salzburger Basejumper und Extremsportler Felix Baumgartner will im Oktober mit seinem Sprung aus einer Höhe von 36 Kilometern im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Baumgartner hat schon mit vielen seiner - nicht immer legalen - Missionen für Aufsehen gesorgt. Im Folgenden seine bisherigen Projekte:

1999 springt Baumgartner vom damals höchsten Gebäude der Welt, den "Petronas Towers" in Kuala Lumpur (Malaysia). Um sich Zutritt zum Objekt zu verschaffen, verkleidet er sich als Geschäftsmann und klettert über die Klimaanlage auf die Absprungstelle des 451 Meter hohen Gebäudes.

Ebenfalls 1999 stürzt sich Baumgartner 29 Meter von der Christus-Statue in Rio de Janeiro (Brasilien). Dazu schießt er in der Nacht davor mit einer Armbrust ein Seil über den Arm des Baumwerks, um sich daran hochhanteln zu können.

2003 fliegt Baumgartner als erster Mensch im freien Fall mit einem selbst entwickelten Karbonflügel von England (Dover) über den Ärmelkanal nach Frankreich (Calais). Bei der 36 Kilometer langen Strecke erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h in 6:22 Minuten.

Im gleichen Jahr 2003 wagt der Sportler den Sprung vom Wiener Millenniumstower aus einer Höhe von 140 Metern, dem höchsten Gebäude Österreichs.

2004 hüpft Baumgartner vom Viadukt von Millau, einer Brücke in Frankreich mit einer Maximalhöhe von 343 Metern.

2006 springt der Salzburger vom höchsten Gebäude in Lateinamerika, vom "Torre Mayor" (228 Meter) in Mexico City sowie vom höchsten Gebäude in Skandinavien, vom "Turning Torso" (190 Meter) in Malmö.

Im Jahr 2007 lässt sich Baumgartner als erster Mensch vom höchsten Gebäude der Welt, dem Wolkenkratzer "Taipeh 101" in der taiwanesischen Hauptstadt 509 Meter in die Tiefe fallen. Nach fünf Sekunden im freien Fall öffnet sich der Fallschirm. Zuvor hat Baumgartner in verschiedenen Verkleidungen Kameras und Sicherheitssysteme inspiziert. Der Fallschirm wird am Vortag ins Gebäude geschmuggelt. Am Tag des Sprungs lenken Helfer die Security-Leute vom Vorhaben Baumgartners ab.

Im Jänner 2010 gibt Baumgartner in New York bekannt, dass er aus 36 Kilometer Höhe gleitend als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen will. Der Salzburger könnte damit gleichzeitig vier Rekorde brechen: die höchste bemannte Ballonfahrt, der längste freie Fall, die höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit und der höchste Absprung der Welt.

Im Oktober 2010 wird das Projekt "Red Bull Stratos" auf Eis gelegt. Ein herber Rückschlag für Baumgartner und das Team. Ein rechtlicher Streit in den USA sorgt für die vorläufige Aussetzung des Projekts. Ein Amerikaner beansprucht Rechte an Stratos und reicht bei einem kalifornischen Gericht eine Multi-Millionen-Dollar-Klage ein. Der Streit wird im Sommer 2011 außergerichtlich beigelegt.

Im März 2012 absolviert Baumgartner erfolgreich seinen ersten Testsprung für sein Stratos-Projekt. Der 42-Jährige springt aus eine Höhe von 21,8 Kilometern und landet exakt drei Minuten 33 Sekunden später in der Wüste von New Mexiko, knapp 30 Kilometer von Roswell entfernt.

Im Juli 2012 gelingt Baumgartner der nächste Testsprung aus einer Höhe von rund 30 Kilometern: Nach drei Minuten und 48 Sekunden im freien Fall landet er wieder sicher auf dem Boden. Während es beim ersten Testsprung zu kalt ist, kämpft er bei diesem Mal mit der Hitze.

Der für August geplante finale Sprung aus 36 Kilometern Höhe muss verschoben werden. Die Kapsel, die Baumgartner in die Höhe bringen soll, ist zu stark beschädigt und kann nicht rechtzeitig repariert werden. Mit dem Stratosphären-Sprung will der Salzburger seine sportliche Karriere beenden. (APA)

(Quelle: S24)

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