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Salzburger sind unsicher

Was ist beim Kauf einer FFP2-Maske zu beachten?

Anfragen bei der AK Salzburg häufen sich

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Beim Kauf von FFP2-Masken gibt es große Unsicherheiten. (SYMBOLBILD)

Große Preisunterschiede bei Apotheken und Online-Handel, verwirrende Abkürzungen und Nummern, unterschiedliche Produkte und Herkunft: Die Anfragen zu FFP2-Masken bei der AK Salzburg nehmen zu. Was ihr über die Masken wissen solltet.

Stichproben der AK haben ergeben, dass die ab heute in den Supermärkten angebotenen Masken in einigen Filialen schon zu Mittag vergriffen waren. „Bleibt abzuwarten, ob die Versorgung zu solch niedrigen Preisen in den nächsten Tagen gesichert ist. Darauf werden wir ein Auge haben. Denn da es sich um Einmalprodukte handelt, kann es ordentlich ins Geld gehen, wenn man zu teureren Angeboten greifen muss“, gibt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder zu bedenken. Außerdem rät die AK, beim Maskenkauf genau hinzusehen. Bei mancherorts angebotenen KN 95 Masken muss eine Bestätigung dabei sein, dass die Behörden dieses Produkt genehmigt haben. Fehlt dieser Nachweis, ist die Schutzfunktion nicht garantiert. 

AK über Preis erfreut

Ab kommenden Montag ist im geöffneten Handel und in Öffis das Tragen von FFP2-Masken statt des bisherigen Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Bereits seit heute sind die Masken in den Supermärkten erhältlich. „Erfreulicherweise bieten alle Player im Lebensmittelhandel die Masken für die Kundinnen und Kunden sehr günstig an. Ich begrüße diese niedrigen Preise von 59 Cent pro Stück ausdrücklich“, lobt AK-Präsident Peter Eder die Preispolitik der heimischen Diskonter und Konzerne. Ein Lokalaugenschein der AK nach dem heutigen Verkaufsstart hat gezeigt, dass in einigen Supermärkten die Masken bereits zu Mittag vergriffen waren (wir haben berichtet).

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Mega-Ansturm auf FFP2-Masken im Handel

Die Ankündigung der Händler, die künftig verpflichtenden FFP2-Masken ab heute zu einem Preis von 59 Cent je Stück zu verkaufen, hat bei Spar, Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg) und Hofer zu …

Große Unterschiede bei Herkunft, Preis und Bezeichnung

Wer keine ergattert hat, muss sich anderweitig umsehen. Und da herrscht viel Unsicherheit. Am Markt sind die unterschiedlichsten Produkte, sei es Herkunft, Bezeichnung oder Preis. Das sorgt bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten für Verwirrung und beschert den Konsumentenschützern der Salzburger Arbeiterkammer vermehrt Anfragen. Deshalb hat die AK die Preise für FFP2-Masken in Apotheken und im Online-Handel unter die Lupe genommen und bringt Licht ins Dunkel der Abkürzungen, Nummern und Standards. 

FFP2-Masken auch im Elektrohandel

Auf Online-Plattformen (shöpping, Amazon) fällt auf, dass wenige Anbieter Einzelmasken anbieten. Größer ist das Angebot bei sonstigen Onlineshops. „Dabei ist man überrascht, wo man überall fündig wird“, berichtet AK-Konsumentenschützer Stefan Göweil, „so findet man FFP2-Masken etwa auch im Elektrohandel. Die in Onlineshops erhobenen Preise liegen zwischen 1,99 und 6,99 Euro (also mehr als 3,5 Mal so teuer als das günstigste Angebot).“ Auch bei den vielfach angebotenen 10 Stück-Paketen herrschen große Preisunterschiede. Zwischen 16,49 Euro und 47,99 Euro liegt die Preisspanne zwischen günstigstem und teuerstem Angebot, also rund das Dreifache. 

Darüber hinaus hat die AK telefonisch in 26 Apotheken, verteilt übers gesamte Bundesland, Preise recherchiert. Die meisten Angebote gibt es für den Verkauf von Einzelmasken (nur jeweils drei Angebote gab es für 5-er und 10-er Pack) Auch hier sind deutliche Preisunterschiede – zwischen 2,50 und 9 Euro festzustellen. Der Durchschnittspeis liegt bei 4,79 Euro.

Was es beim Kauf von FFP2-Masken zu beachten gilt

Der wichtigste Hinweis: FFP2-Masken ohne CE-Zeichen sind keine! Zur CE-Kennzeichnung gehört eine nachstehende 4-stellige Nummer (Beispiel: CE 1234). „Darüber hinaus müssen die Produkte Angaben zu Hersteller/Importeur, Typ/Modell FFP2     NR (=non reusable, nicht wiederverwendbar) oder R (wiederverwendbar) und eine Kennzeichnung wie beispielsweise EN 149:2001+A1:2009 enthalten“, informiert AK-Experte Göweil. Außerdem müssen eine Anwenderinformation und Konformitätserklärung des Herstellers/Importeur beiliegen oder als Link auf der Verpackung vorhanden sein.

Zur weiteren Verwirrung tragen auch die so genannten KN95 / N 95 Masken bei. Was sind KN 95 Masken? Göweil: „KN 95 Masken müssen eine Sonderzulassung oder einen Schnelltest einer zugelassenen Prüfstelle nachweisen und dürfen nur mit einer Genehmigung der Überwachungsbehörden verkauft werden. Diese Bestätigung muss bei jeder Abgabeeinheit einer KN95 Maske vorgelegt, bzw. beigefügt werden. Eine Kennzeichnung mit KN 95 alleine ist zu wenig.“

Auf "CE"-Zeichen achten

Achtung: Nur mit diesem Bestätigungsschreiben durften die Masken als Corona-Pandemie-Atemschutz (CPA)-Masken, aber nicht als FFP2-Masken, verkauft werden. „Fehlt ein solches Dokument – Finger weg!“, so Göweil. Und: Auf diesen Masken ist kein CE-Zeichen erlaubt um eine Verwechslung mit echten FFP2 zu verhindern.

Welche Prüfnormen gelten?

KonsumentInnen stellten auch die Frage, welche Prüfnormen gelten, bzw. was sagen sie aus? Gemäß einem Technical Bulletin des Unternehmens 3M mit Stand 01/2020, Rev. 2, sind die folgenden Normen untereinander annähernd gleich:

  • N95 (United States NIOSH-42CFR84)
  • FFP2 (Europe EN 149-2001)
  • KN95 (China GB2626-2006)
  • P2 (Australia/New Zealand AS/NZA 1716:2012)
  • Korea 1st class (Korea KMOEL - 2017-64)
  • DS (Japan JMHLW-Notification 214, 2018)
(Quelle: SALZBURG24)

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