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Firmenchefs sollen zwei Pleite-Firmen um 300.000 Euro gebracht haben

Zwei zunächst völlig unzusammenhängend erscheinende Konkurse in der Stadt Salzburg dürften nun zu einem Kriminalfall werden. Wie sich erst später herausstellte, waren die handelnden Personen in beiden Unternehmen großteils dieselben, und fünf von ihnen stehen nun im Verdacht, aus beiden Firmen jeweils rund 150.000 Euro ohne sichtbare Gegenleistungen abgezogen zu haben. Zum Teil wurden Vereinbarungen erst nach der Zahlungsunfähigkeit getroffen, so die Polizei am Dienstag in einer Aussendung.

Anfang 2010 war zunächst ein Hausbetreuungsunternehmen in die Insolvenz geschlittert. Hier stellte die Wirtschaftspolizei fest, dass ein bestimmter Geschäftsführer praktisch keinerlei Tätigkeiten setzte und mehrere Monate nur zum Schein als Geschäftsführer eingetragen wurde. Bei der Überprüfung der Bücher wurden keine Jahresabschlüsse gefunden, in den letzten 18 Monaten vor der Zahlungsunfähigkeit wurde faktisch keine Buchhaltung mehr geführt. Die hohen Kosten für die Geschäftsführung haben laut Polizei die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Firma überfordert.

Zwei Konkurse in Salzburg wurden zum Kriminalfall

Im Oktober 2010 mussten dann die Chefs eines Bauunternehmens den Gang zum Konkursrichter antreten. Auch bei dieser Firma stellte sich heraus, dass vor allem fehlende Kontrollmechanismen der Geschäftsführung und das gänzliche Fehlen der Buchhaltung für den Zeitraum der letzten 14 Monaten vor der Insolvenz zur Zahlungsunfähigkeit geführt haben dürften.

Strafantrag gegen fünf Verdächtige

Bei den weiteren Prüfungen bemerkte die Polizei, dass in beiden Unternehmen großteils dieselben Geschäftsführer und Gesellschafter tätig waren, weshalb der Verdacht der betrügerischen Krida aufkam. Zwischen den Firmen wurden Zwischenvereinbarungen abgeschlossen, wodurch beiden Betrieben jeweils rund 150.000 Euro ohne sichtbare Gegenleistung entzogen wurden. Diese Vereinbarungen wurden teilweise erst nach Vorliegen der Zahlungsunfähigkeit getroffen. Insgesamt hat nun die Staatsanwaltschaft gegen fünf Verdächtige Strafantrag gestellt, so ein Polizei-Sprecher zur APA. Wie hoch die beiden Unternehmen verschuldet sind und wie viele Gläubiger von den Insolvenzen betroffen sind, konnte er nicht sagen.(APA)

(Quelle: S24)

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