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37 Bergretter üben Ernstfall im Flachgau

Um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein, übten 37 Männer und Frauen der Bergrettung Salzburg kürzlich in St. Wolfgang (Flachgau). Das Szenario: Ein Auto war nahe der Schafbergbahn von einer Forststraße über einen Steilhang abgestürzt. Die Retter mussten einen Toten, vier Schwerverletzte und drei Leichtverletzte aus unwegsamen Gelände bergen.

Erschwert wurde die Bergung durch die Übungsannahme, dass der Rettungshubschrauber wegen schlechten Wetters nicht einsatzfähig war. Deshalb wurden die Verletzten mit einer Universaltrage von den Rettern geborgen.

Bergrettung trainiert den Ernstfall

Für den Patientenabtransport aus dem felsigen Gelände musste bei einer Übungsstation eine "Seilbahn" über die Forststraße gespannt werden. Die vier Ortsstellen aus St. Wolfgang, Strobl, Grödig und Salzburg beteiligten sich an der Übung. "Anhand dieses Szenariums wurde die Zusammenarbeit untereinander geübt", schilderte Bezirksleiter Roland Schimpke. "Es hat sehr gut funktioniert. Die Bergeszenarien sind ohne Fehler bewältigt worden."

Insbesondere Seilbergungen sind kompliziert. /ÖBRD, St. Wolfgang Salzburg24
Insbesondere Seilbergungen sind kompliziert. /ÖBRD, St. Wolfgang

Heuer bereits 32 Einsätze im Flachgau

"Damit im Ernstfall alles nach Plan abläuft und jeder Griff sitzt, muss die Komplexität von Seilbergungen und die Zusammenarbeit untereinander sowie mit anderen Einsatzorganisationen regelmäßig geübt werden", weist Bezirksleiter Schimpke auf die Sinnhaftigkeit der zweimal jährlich stattfindenden Bezirksübungen hin.

Die Einsätze im Flachgau nehmen jährlich zu. 2017 rückten die Bergretter der einzelnen Ortsstellen 92 Mal zu alpinen Notfällen aus, 2018 bis jetzt rund 32 Mal. Mit durchschnittlich 18,4 Einsätzen hatte der Flachgau somit die meisten Einsätze pro Ortsstelle im Land Salzburg.

(Quelle: S24)

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