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A10 in Anif

Ermittlungen nach tödlichem Unfall eingestellt

anifunfall.jpg FF Grödig/Archiv
Bei der Ausfahrt Salzburg-Süd prallte Pkw-Lenker ungebremst auf den Aufprallschutz. 

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat jetzt die Ermittlungen nach einem Verkehrsunfall mit einem Toten am 24. Februar 2018 auf der Tauernautobahn (A10) bei Anif (Bezirk Salzburg-Umgebung) eingestellt. Der Pkw eines 55-jährigen Deutschen kam von der Fahrbahn ab und krachte gegen einen Aufprallschutz. Der Lenker kam ums Leben, seine 49-jährige Frau und seine 14-jährige Tochter wurden verletzt

Nach dem Unfall hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter eingeleitet. Medienberichten zufolge war der Aufpralldämpfer defekt, dieser sei seit einem Unfall im Jänner 2018 beschädigt und nicht repariert worden. Bei den Erhebungen stand deshalb die Frage im Raum, ob ein defekter Aufpralldämpfer den Tod des Lenkers und die Verletzungen seiner Mitfahrerinnen mitverursacht haben könnte und ob eine eventuelle Haftung des Straßenerhaltes vorliegt.

Geringere Verletzungswahrscheinlichkeit nicht nachweisbar

Ein kfz-technischer Sachverständiger kam zu folgendem Ergebnis: "Aus Sachverständigensicht ist eine geringere Verletzungswahrscheinlichkeit der Insassen bei theoretisch unbeschädigtem Anpralldämpfer technisch nicht nachweisbar", zitierte der Sprecher des Staatsanwaltschaft Salzburg, Marcus Neher, am Dienstagnachmittag auf Anfrage der APA aus dem Gutachten.

A10 in Anif: Pkw-Lenker kracht gegen Aufprallschutz

Die deutsche Familie war damals in Richtung Deutschland unterwegs. Bei der Ausfahrt Salzburg-Süd prallte der Wagen um 15.19 Uhr ungebremst auf den Aufprallschutz. Die beiden Mitfahrerinnen wurden von der Feuerwehr mit der Bergeschere aus dem Wrack geschnitten. Der Lenker wurde von Ersthelfern geborgen. Eine Reanimation durch den Notarzt war erfolglos verlaufen.

Pkw-Lenker wohl vier Sekunden ohne Reaktion

Für die Unfallursache dürfte ein Aufmerksamkeitsfehler des Lenkers entscheidend gewesen sein, haben die Ermittlungen ergeben. Der Autofahrer soll zumindest vier Sekunden lang reaktionslos gewesen sein. Die Fahrlinie des Pkw hat sich von der rechten Fahrbahn nach rechts verlagert.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 09.12.2019 um 04:22 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/a10-in-anif-ermittlungen-nach-toedlichem-unfall-eingestellt-80155174

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