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Anifer Autobahnbrücke wurde gesprengt

Die Anifer Autobahnbrücke ist Geschichte. Nach langen Vorbereitungen wurde die Brücke am Samstag gesprengt. Kurz darauf begannen die Aufräumarbeiten um die A10 wieder befahrbar zu machen.

Zahlreiche Schaulustige kamen Samstagabend um die Sprengung der Anifer Autobahnbrücke mitanzusehen. Um 21:20 Uhr brachten 200 Kilo gelatinöser Sprengstoff das 72 Jahre alte Gebäude zum Einsturz. Die daneben errichtete Behelfsbrücke blieb unbeschädigt. Noch während der Nacht konnten alle Trümmer auf eine gesperrte Nebenfahrbahn gebracht werden, sodass die A10 um 7.00 Uhr planmäßig wieder für den Verkehr freigegeben wurde, berichtete Asfinag-Projektleiter Hanspeter Treichl der APA.Seit Tagen hatten Lokalmedien über die Sprengung berichtet, in der Folge fanden sich am Samstag zahlreiche Schaulustige ein, um das Spektakel live zu verfolgen. Um 19.00 Uhr wurde der Verkehr über die Auf- und Abfahrten Salzburg-Süd umgeleitet, anschließend wurden noch die Betonleitwände entfernt und Sprengschutzmatten angebracht, um die Fahrbahn vor Beschädigungen zu schützen. Um 21.00 Uhr wurde die Autobahn komplett gesperrt, 20 Minuten später gab es einen lauten Knall. Eine weiße Nebelwolke stieg auf, und als sich diese lichtete, war das eingestürzte Bauwerk zu sehen. Die alte Fahrbahn lag in drei zerbrochenen Teilen da. Diese waren aber durch den auf 500 Bohrlöchern verteilten Sprengstoff und die Explosion bereits sehr brüchig, sodass diese noch während der Nacht von Baggern in zahlreiche kleine Brocken zerlegt werden konnten. Insgesamt waren vier Bagger und zwei Radlader im Einsatz. Diese schafften den gesamten Schutt auf eine gesperrte Nebenfahrbahn, von dort wird er am Montag abtransportiert, so Treichl. Anschließend wurden die Fahrbahn gereinigt und die Leiteinrichtungen wieder angebracht. Experten untersuchten die Behelfsbühne auf allfällige Schäden und gaben diese danach wieder für den Verkehr frei. Um 7.00 Uhr konnte auch die Tauernautobahn wieder befahren werden. Die Brücke aus dem Jahr 1939 war aufgrund ihres Alters baufällig. Die Asfinag entschloss sich zum Neubau. Aus Zeitgründen wurde sie nicht abgetragen, sondern gesprengt. Das neue Brückenbauwerk wird nach Angaben des Bauherrn bis Mitte 2012 errichtet. Insgesamt 22 unterschiedliche Verkehrsführungsphasen sollen es möglich machen, dass die Anschlussstelle Salzburg-Süd während der gesamten Bauzeit genutzt werden kann. Im Zuge des Neubaus werden Lärmschutzeinrichtungen im Ausmaß von rund 2.500 Quadratmeter errichtet.
(Quelle: S24)

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