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Betrügerische Messerschleifer auch in Salzburg unterwegs

Nun wurden auch Fälle aus Salzburg bekannt. (Symbolbild) Bilderbox
Nun wurden auch Fälle aus Salzburg bekannt. (Symbolbild)

Nachdem  am Samstag mehrere Fälle durch Betrügereien von reisenden Messerschleifern bekannt wurden, kommen nun auch Fälle aus Salzburg ans Tageslicht. Ob ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch nicht klar.

Wie die Salzburger Polizei mitteilte, wurden bereits am Donnerstag bei einem Bauernhof in Eugendorf (Flachgau) angebliche Messerschleifer vorstellig. Gegenüber dem Landwirt gaben die unbekannten Täter an, eine revolutionäre Schärf- und Härtetechnik für Werkzeuge zu haben. Der Flachgauer bezahlte schließlich 250 Euro, nachdem die Unbekannten zuvor 484 Euro gefordert hatten. Erst im Anschluss bemerkte er die schlechte Qualität der Arbeit.

Henndorferin bezahlt 1.600 Euro an Messerschleifer

Auch in Henndorf wurde eine Bäuerin Opfer von Betrügern. Nachdem sie am Freitag die geforderte Summe von annähernd 1.600 Euro bezahlt hatte, erfuhr sie von sogenannten "Betrügereien durch Messerschleifer", berichtete die Polizei.  Anschließend erstattete die Frau Anzeige.

Duo in Oberösterreich ausgeforscht

Erst kürzlich konnten zwei Männer, 22 und 24 Jahre alt, ausgeforscht werden, die im angrenzenden Oberösterreich auf mehreren Bauernhöfen Werkzeugschärfung- und Härtung zu weit überhöhten Preisen angeboten haben. Die Geschädigten zahlten bis zu 1.900 Euro an das Duo. Wir haben berichtet.

Bei einem weiteren Landwirten nahmen die Schleifer aus Frankreich unerlaubt mehrere Werkzeuge mit und schärften diese ohne Auftrag. Laut einer fachkundigen Firma wurden die Werkzeuge mit einer Kobaltschicht gehärtet. Die Gegenstände dürften zunächst wirklich härter sein, aber im Falle eines erneuten Nachschleifens verfällt der Effekt aber wieder. Zudem würden bei ansässigen Firmen solche Arbeiten um rund 300 Euro durchgeführt.

Der 24-Jährige gab zu, Werkzeuge geschärft zu haben und erklärte sich bereit, als Schadensgutmachung rund 600 Euro an ein Opfer zurückzahlen, dem er 1.050 Euro abgeknöpft hatte. Auch eine Sicherheitsleistung von 300 Euro wurde ihm abverlangt.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen in Salzburg und Oberösterreich besteht, steht derzeit noch nicht fest.

(APA/SALZBURG24)

(Quelle: S24)

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