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Neue Verordnung

Oberndorfer Bürgermeister setzt Zeichen mit Blutspende

Aktion nun auch für Transpersonen möglich

Blutspenden_Bgm-Oberndorf_Holzer Rotes Kreuz Salzburg
Der Oberndorfer Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ) setzte gleich ein Zeichen und spendete Blut, was Landesrettungskommandant Anton Holzer (re.) sehr freute.

Mit 1. September trat in Österreich eine neue Blutspendeverordnung in Kraft. Ab sofort dürfen auch Homosexuelle und Transpersonen spenden. Das nutzte der Oberndorfer Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ) gleich aus, um ein Zeichen zu setzen.

Oberndorf bei Salzburg

Männer, die Sex mit Männern haben, dürfen mit dem Inkrafttreten der neuen Blutspendeverordnung in Österreich erstmals legal ihr Blut spenden. Einer der ersten war Oberndorfs (Flachgau) Bürgermeister Georg Djundja (SPÖ). Ganz zur Freude von Landesrettungskommandant Anton Holzer, der die Aktion sehr begrüßt.

Das Rote Kreuz begrüßt die neue Blutspendeverordnung, die mit heute in Kraft tritt. So dürfen auch Männer Blut spenden,...

Gepostet von Rotes Kreuz Salzburg am Donnerstag, 1. September 2022

Blutspenden für Homosexuelle und Transpersonen

Nachdem am Donnerstag eine Transperson im Rahmen eines Medientermins zur neuen Blutspendeverordnung ausgeschlossen wurde, hielt das Gesundheitsministerium gemeinsam mit dem Roten Kreuz fest: "Es gelten dieselben sonstigen Zulassungskriterien wie für alle Menschen. Dies wird bei der Blutspende in Österreich ab sofort auch so gehandhabt", hieß es in einem Statement des Gesundheitsministeriums am Donnerstagnachmittag.

 

Die neue Blutspendeverordnung, die mit 1. September in Kraft getreten ist, sollte gestern in der Blutspendezentrale Wien gefeiert werden. SPÖ-Gleichbehandlungsexperte Mario Lindner, der bisher selbst von der Blutspende ausgeschlossen war, wollte daher mit einer transidenten Kollegin im Rahmen des Medientermins gemeinsam Blut spenden. Allerdings durfte nur Lindner selbst auch spenden - seine Kollegin wurde aufgrund ihrer sexuellen Identität ausgeschlossen. Wenig später hieß es bereits von Gesundheitsministerium und Roten Kreuz, dass die diskriminierungsfreie Blutspende selbstverständlich auch Transpersonen umfasse und Transpersonen Blutspenden können und auch dürfen und der Vorfall falsch gehandhabt wurde.

Sexualkontakte werden abgefragt

Die drei Absätze im Fragebogen, der von Blutspendern im Vorhinein ausgefüllt werden muss, wurden in "Hatten Sie in den letzten vier Monaten eine/n Sexualpartner:in, die/der an einer sexuell übertragbaren Infektion erkrankt ist (z. B. Hepatitis B, Hepatitis C, HIV, Syphilis)?" - "Hatten Sie in den letzten drei Monaten mehr als drei Sexualpartner:innen oder Sex mit einer Person, bei der Sie wissen oder annehmen müssen, dass diese in den letzten drei Monaten mehr als drei verschiedene Sexualpartner:innen hatte?" und "Hatten Sie in den letzten vier Wochen ungeschützten (auch einmaligen) Sexualkontakt mit neuen Sexualpartner:innen?", umgeändert. Damit soll eine mögliche Diskriminierung verhindert werden, indem nach dem individuellen Sexualverhalten und nicht nach der sexuellen Orientierung der Spender gefragt wird.

 

Wer darf in Österreich Blut spenden?

"Blut spenden dürfen in Österreich Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die gewisse gesundheitliche und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen", heißt es im Informationsbogen des Roten Kreuz. Ausschlussgründe können sein: Fieberblasen, Erkältungen und Erkrankungen, Allergien, Operationen, Zahnarztbehandlungen, die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, Impfungen, Auslandsaufenthalte, Schwangerschaft und Stillzeit, Piercings und Tattoos oder Endoskopien. Manche dieser Gründe seien jedoch nur zeitlich begrenzt - beispielsweise einige Wochen oder Monate nach einer erfolgten medizinischen Behandlung oder der Rückkehr aus einem Malariagebiet, so die Daten der Rettungsorganisation.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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