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Brand am Untersberg sorgt für Großeinsatz in Salzburg

Ein Flächenbrand ist am Montagvormittag im Bereich der Seilbahnstation in St. Leonhard bei Grödig (Flachgau) am Untersberg ausgebrochen. Es wurde Alarmstufe 2 für die Feuerwehren und der Sondereinsatzplan Waldbrand ausgelöst. Die Florianis wurden auch von Hubschraubern der Polizei und des Österreichischen Bundesheer unterstützt.

Da die Hubschrauber nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fliegen konnten, musste der Einsatz um kurz nach 17 Uhr abgebrochen werden, teilte der Landesfeuerwehrverband auf seiner Homepage mit. Der Brand konnte demnach aber noch nicht vollständig gelöscht werden. Zahlreiche Glutnester würden am Untersberg noch glosen. Am Dienstag in den frühen Morgenstunden startet der Einsatz erneut. Aufgrund des sehr steilen Geländes ist eine Brandbekämpfung nur vom Hubschrauber aus möglich.

Brand vermutlich bei Renovierarbeiten verursacht

Ersten Informationen zufolge dürften am Vormittag Metallschneidearbeiten an der Stütze 1 den Waldboden entzündet haben. Vermutlich haben von der Stütze abfallende Teile oder Funkenflug die Latschen in steilem, unwegsamen Gelände in Brand gesetzt. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde auch ein Bolzen an der Stütze herausgeschnitten.

Die Feuerwehren aus Grödig mit dem Löschzug Fürstenbrunn, der Löschzug Niederalm sowie die Feuerwehr Koppl mit der Waldbrandausrüstung und die Feuerwehr Eugendorf mit dem Einsatzleitfahrzeug waren am Montag im Einsatz. Ebenfalls ausgerückt sind Flughelfer und das Kerosintankfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes. Unterstützt wurden die Florianis von Hubschraubern der Polizei und einer "Alouette III" und einer "AB212" des Österreichischen Bundesheeres.

Flächenbrand am Untersberg: Explosionen?

Das Feuer brach am späten Vormittag aus. “Eine Fläche von etwa 500 Quadratmeter steht im Bereich der unteren Liftstütze im Brand”, so Markus Passauer vom Landesfeuerwehrverband (LFV) gegenüber SALZBURG24. Zeugenberichte, wonach am Untersberg auch Explosionen gehört wurden, konnte er allerdings nicht bestätigen. Es könnte sich dabei aber auch um einen Knall von Überschallflügen von Eurofightern gehandelt haben. Derzeit finden entsprechende Übungsmanöver statt. Die Gondelbahn auf den Untersberg war zum Zeitpunkt des Brandausbruches außer Betrieb.

Acht Mitarbeiter vom Untersberg gerettet

Acht Arbeiter, die mit Renovierungsarbeiten beschäftigt waren, konnten selbstständig von der Stütze abklettern. Sie wurden vom Bundesheerhubschrauber mit Hilfe eines Seils geborgen und mit der "Alouette" III ins Tal geflogen. Die Bergrettung Grödig unterstützte die Rettung. Um 15 Uhr kam mit einem Black-Hawk-Hubschrauber des Bundesheeres noch ein vierter Helikopter dazu. Je nach Tragfähigkeit der Hubschrauber wurden in den Löschbehältern pro Flug zwischen 500 und 700 Liter, im "Black Hawk" sogar 3.000 Liter Wasser auf die Brandherde abgeworfen.

(APA/S24)

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