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Brand in Bad Reichenhall

So funktionieren Einsätze im Grenzraum

Ein verheerender Brand sorgte am Samstag in Bad Reichenhall (Lkr. Berchtesgadener Land) für einen Großeinsatz. Das Traditionsgasthaus „Schießstätte“ brannte komplett nieder. Im Einsatz war dabei auch die Freiwillige Feuerwehr Großgmain. Uns hat Einsatzleiter Markus Fallenegger der FF Großgmain (Flachgau) über die Löscharbeiten informiert und erklärt, wie grenzübergreifende Zusammenarbeit funktioniert.

Die Alarmierung für die Großgmainer Florianis erfolgte am Samstag gegen 5 Uhr: „Als wir uns dem Brandobjekt näherten, konnten wir schon einen hellen Lichtschein erkennen. Vor Ort waren unsere ersten Aufgaben dann, eine Zubringleitung zu legen und einen Atemschutztrupp auszurüsten“, so Fallenegger im Gespräch mit SALZBURG24.

04.05.2019 - 05:04 Uhr Grossbrand in Bad...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Grossgmain am Freitag, 3. Mai 2019

Brand in Bad Reichenhall: Einsturzgefahr

Die Großgmainer Feuerwehrleute starteten daraufhin einen Löschangriff von der hinteren Seite des Gebäudes aus. „In der Zwischenzeit ist die Drehleiter aus Inzell eingetroffen und es wurde der Löschangriff von oben herab gestartet. Das Gebäude war zu diesem Zeitpunkt einsturzgefährdet und man konnte es nicht mehr betreten“, gibt der Großgmainer Einsatzleiter weiter an.

Zusammenspiel der Feuerwehren

Als wichtig erwies sich zudem eine beim Gebäude verlaufende Brandmauer, welche ein Ausbreiten der Flammen in Richtung Gleise und einer Tankstelle verhinderte. Die Einsatzkräfte aus Bayerisch Gmain hatten es laut Fallenegger zur Aufgabe, den Brand von dieser Seite unter Kontrolle zu halten. Die Räumung des Munitionslagers übernahm dann die Feuerwehr aus Bad Reichenhall.

 „Die Zusammenarbeit hat wunderbar funktioniert. Letztendlich wurden im weiteren Verlauf die Löscharbeiten von oben fortgesetzt, bis der in Vollbrand stehende Dachstuhl abgelöscht war. Der Dachstuhl ist dann teilweise nach innen eingestürzt. Zudem fiel auch der hintere Gartenbereich mit Möbeln den Flammen zum Opfer“, so Fallenegger.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren funktioniert offenbar bestens. Die Alarmierung der Feuerwehren jenseits der Grenze verläuft dabei nach einem Alarmplan, der sich nach Stichwörtern und Alarmstufen richtet, erklärt Fallenegger im S24-Gespräch: „Umgekehrt funktioniert das genauso. Wenn es bei uns im Reha-Zentrum oder im Freilichtmuseum brennt, werden auch die Feuerwehren aus Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall alarmiert.“

Gemeinsame Einsätze seit 114 Jahren

Einsätze solcher Art kommen im Schnitt etwa zwei Mal im Jahr vor. Koordiniert werden sie von der Warnzentrale des Landesfeuerwehrverbandes. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren, wie Fallenegger angibt. Am Samstag feierten die Feuerwehren zudem die 114. Gemeinsame Florianifeier. Geübt wird zudem zwei Mal im Jahr.

Mehrere hunderttausend Euro Schaden

Wie die bayerische Polizei gegenüber SALZBURG24 angab, liegen derzeit noch keine Informationen zur Brandursache vor. Seit Montag sind die Brandermittler vor Ort im Einsatz. Der Schaden dürfte sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

(Quelle: SALZBURG24)

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