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Brutaler Raubmord in Köstendorf am Tatort rekonstruiert

Vier Monate nach dem brutalen Raubüberfall in Köstendorf, bei dem eine Pensionistin getötet wurde, wurde am Mittwoch die Tat rekonstruiert. Neumayr
Vier Monate nach dem brutalen Raubüberfall in Köstendorf, bei dem eine Pensionistin getötet wurde, wurde am Mittwoch die Tat rekonstruiert.

Nach zwei Raubüberfällen im Vorjahr im Salzburger Flachgau mit einem Todesopfer hat am Mittwoch, ein gerichtlicher Lokalaugenschein an den beiden Tatorten in Straßwalchen und Köstendorf stattgefunden.

Im Mittelpunkt der Tatrekonstruktion standen drei verdächtige Rumänen im Alter von 21, 31 und 34 Jahren, die in Salzburg in U-Haft sitzen. Gegen die Beschuldigten wird wegen des Verdachts des Mordes bzw. des schweren Raubes und schweren Raubes mit Todesfolge ermittelt.

Überfälle nach Raubmord nachgestellt

Die Tatrekonstruktion unter der Leitung von Haft- und Rechtsschutzrichterin Martina Pfarrkirchner erfolgte auf Antrag des in dieser Causa zuständigen Staatsanwaltes Robert Holzleitner. Dabei wurden die Überfälle nachgestellt und das Trio aus Rumänien zu ihrer Verantwortung vernommen. "Wir haben mehrere Beschuldigte und mehrere Versionen", sagte der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Marcus Neher, zur APA. "Die Tatrekonstruktion dient grundsätzlich dazu, um abzuklären, ob sich die Schilderungen mit den Tatortspuren in Einklang bringen lassen."

Anklage noch nicht gestellt

Die Nachstellung der Tat wurde auch filmisch dokumentiert. Die Videoaufzeichnung könne dann in der Hauptverhandlung dem Gericht vorgespielt werden, erläuterte Neher. Die Erkenntnisse aus dem Lokalaugenschein, die der Staatsanwalt nicht bekannt gab, fließen in das Strafverfahren ein. Eine Anklage muss erst erstellt werden. An dem Lokalaugenschein beteiligten sich u.a. auch Sachbearbeiter des Landeskriminalamtes, Mitglieder der Tatortgruppe und die Verteidiger der Rumänen. Geladen waren auch die Vertreter der Opfer.

Frau stirbt bei Raubüberfall in Köstendorf

Der Überfall am 4. Dezember 2012 in Köstendorf kostete eine Arztwitwe das Leben. Die 83-Jährige wurde in ihrem Einfamilienhaus mit Kleidungsstücken gefesselt und mit einem Klebeband geknebelt. Laut Obduktionsergebnis ist die Frau erstickt. Die Täter nahmen Schmuckstücke mit. Alle drei Rumänen werden für diese Tat verantwortlich gemacht.

Brutaler Raubüberfall in Straßwalchen

Ebenfalls brutal gingen die Täter bei dem Überfall in Straßwalchen am 6. September 2012 vor. Das Opfer, ein allein stehender 80-jähriger Pensionist, wurde mit einem Messerstich in den Oberschenkel schwer verletzt. Die Räuber brachen in dem Bauernhof einen Tresor auf und flüchteten mit Bargeld, Sparbüchern und Dokumenten. Beschuldigt werden in diesem Fall der 21-jährige und der 31-jährige Rumäne. Ein weiterer Verdächtiger, ein 23-jähriger Rumäne, wurde von Salzburger Kriminalbeamten im Februar in Rumänien vernommen, wo der Mann wegen versuchten Mordes in Haft sitzt. Er hat laut Polizei eine Beteiligung an dem Raub in Straßwalchen gestanden.

Täter in Haft

Die an der Tatrekonstruktion beteiligten drei Verdächtigen wurden Anfang dieses Jahres aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen: Der 21-jährige und der 34-jährige Rumäne gingen am 22. Jänner in Gräfelfing bei München ins Fahndungsnetz der Polizei. Am 28. Jänner klickten schließlich beim 31-Jährigen an der Grenze zwischen Rumänien und Ungarn die Handschellen. DNA-Spuren und ein unbeteiligter Bettler, der "geplaudert hatte", führten die Ermittler zu den Beschuldigten. Der 21-jährige Rumäne soll die Taten bereits gestanden haben (APA)

Aufgerufen am 18.04.2019 um 08:21 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/brutaler-raubmord-in-koestendorf-am-tatort-rekonstruiert-42712783

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