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Schwierige Futtersuche

Erschöpfter Schwarzstorch in Elixhausen gerettet

Wildvogel landet völlig ausgehungert in Garten

Vor dem kräfteraubenden Flug in den Süden ist ein völlig ausgehungerter Schwarzstorch vor wenigen Tagen im Garten eines Hauses in Elixhausen (Flachgau) "notgelandet". Dem Federvieh knurrte der Magen so sehr, dass es sogar ins Wohnzimmer marschierte, um an Futter zu kommen. Nun wird der Vogel von Profis in der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) des Vereins "Vier Pfoten" aufgepäppelt.

Elixhausen

Die Hausbewohner verwöhnten den Storch zunächst mit Fischen, schließlich suchten sie aber im Salzburger Haus der Natur professionelle Unterstützung. Ein Ornithologe holte das Tier ab und die Österreichische Tierrettung brachte es in die Vogelstation im niederösterreichischen Marchfeld. Dort hofft man, den Zugvogel bald wieder in die Freiheit entlassen zu können: "Es sieht gut aus, denn er frisst tatsächlich wie ein Scheunendrescher. Da er aber noch sehr mager ist, dauert es sicher noch einige Tage, bis er merklich runder wird und wir ihn auslassen können", sagte Brigitte Kopetzky von "Vier Pfoten" in einer Aussendung am Mittwoch. "Wir hoffen, dass er noch Anschluss an eine nach Süden ziehende Storchengruppe findet, bevor es für heuer zu spät ist."

+++++ Hilfe für einen jungen Schwarzstorch +++++ Letzte Woche wurden wir von der Ornitologie im Haus der Natur...

Gepostet von Österreichische Tierrettung am Mittwoch, 9. September 2020

Heuer viele Storch-Jungtiere

Insgesamt wurden in der Vogelstation heuer schon drei junge Schwarzstörche übernommen. Diese außergewöhnlich hohe Zahl erklärt sich möglicherweise dadurch, dass diese Vögel heuer gute Bruterfolge hatten und es deshalb viele Jungtiere gibt. Schlechte Wetterbedingungen während des beginnenden Abzugs in den Süden haben den Jungtieren aber die Futtersuche erschwert.

 

Schwarzstörche scheuer als Weißstörche

Der Schwarzstorch ist der scheue Bruder des bei uns weiter verbreiteten Weißstorchs. Im Gegensatz zu letzterem meidet der Schwarzstorch die Zivilisation und baut seine Nester in stillen Auwäldern. Schwarzstörche brüten nicht in Kolonien, die Paare bauen ihre Nester einzeln auf Bäumen oder in Felsnischen. Ihre Nahrung besteht zu einem größeren Teil aus Tieren, die im Wasser leben, hauptsächlich Fische und Amphibien. Wie auch die Weißstörche, verbringen sie die Wintermonate in Afrika und versammeln sich jetzt schon, um gemeinsam nach Süden zu ziehen.

(Quelle: APA)

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