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"Falschgeld" konfisziert

Betrüger prellt Flachgauerin (91) um 40.000 Euro

Pensionistin fällt auf falschen Polizisten hinein

Telefonbetrug APA/dpa/Julian Stratenschulte
Am Telefon erklärte der Betrüger der Flachgauerin, dass er das Geld beschlagnahmen müsse. (SYMBOLBILD)

Eine 91-jährige Flachgauerin ist von einem falschen Kriminalbeamten um 40.000 Euro geprellt worden. Der Mann hatte am Telefon behauptet, er wolle ihre Wertgegenstände vor einem geplanten Einbruch in Sicherheit bringen. Die Pensionistin hob daraufhin das Geld von ihren Sparbüchern ab und versteckte es unter einer Mülltonne. Von dort holte es aber nicht die Kripo, sondern ein unbekannter Täter.

Der Mann, der ein auffallend korrektes Hochdeutsch bzw. norddeutschen Dialekt gesprochen haben soll, gab sich als Kriminalbeamter aus. Er erklärte der Frau Mitte April am Telefon, dass in ihrer Nachbarschaft eingebrochen worden sei und die Polizei bei den festgenommenen drei Tätern ein Stück Papier mit persönlichen Daten gefunden habe. Dort seien ihr Name, ihre Wohnanschrift und ihre Vermögensverhältnisse notiert. Da er nicht ausschließen könnte, dass weitere flüchtige Täter einen Einbruch durchführen werden, bot der Betrüger an, sämtliche Wertgegenstände abzuholen und im Landeskriminalamt zwischenzulagern.

Betrüger behält "Flaschgeld"

Die Frau behob daraufhin von ihren vier Sparbüchern Geld, um es Tage später unter der Mülltonne eines Nachbarn zu deponieren. Dort sollte es der falsche Polizist abholen. Nach der Übergabe wurde die Flachgauerin erneut verständig, dass es sich bei dem Bargeld um Falschgeld handle und mit einem speziellen Gerät überprüft werden müsse. Ende April verständigte sie der Täter, dass das Falschgeld beschlagnahmt werden müsse und der Staat Österreich für den Schaden aufkomme.

Nachdem sich der Mann nicht mehr meldete, erstattete die 91-Jährige Anzeige. Für sie entstand ein Schaden im fünfstelligen Bereich.

Tipps der Kriminalprävention:

  • Brechen Sie derartige Telefonate, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
  • Fragen Sie nach einer Rückrufnummer des Anrufers.
  • Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
  • Falls Sie einen derartigen Anruf erhalten, melden Sie dies bei der nächsten Polizeidienststelle.

In diesem Zusammenhang ersucht die Polizei auch die Bevölkerung, Angehörige oder bekannte ältere Personen über diese Art des Betruges in Kenntnis zu setzen und über die richtige Vorgehensweise zu informieren. Die Kriminalpolizei erkundigt sich nie telefonisch nach Wertgegenständen, die zu Hause verwahrte werden.

Die Spezialisten der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Salzburg stehen kostenlos unter der Telefonnummer 059133 50 3333 oder via E-Mail LPD-S-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at für eine Beratung zur Verfügung.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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