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Flugzeugabsturz in Straßwalchen: Unfallursache noch unklar

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz in Straßwalchen im Salzburger Flachgau herrschte am Freitag noch völlige Unklarheit über die Ursache.

"Sowohl ein technisches Gebrechen als auch ein Pilotenfehler können nicht ausgeschlossen werden", sagte Polizei-Sprecher Anton Schentz. Der Absturz ereignete sich am Donnerstagnachmittag bei einem Prüfungsflug, als der Kandidat einen Notlandeanflug übte. Dabei sind der 71-jährige Fluglehrer aus Eugendorf und sein 44-jähriger Prüfling aus Thalgau tatsächlich in Not geraten und ums Leben gekommen.

Rätselraten um Flugzeugabsturz

Die beiden Piloten konnten nach dem Absturz der Ausbildungs-Cessna nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden. Die eigentliche Ursache für die Katastrophe ist gänzlich unklar. Auch die Befragung der Augenzeugen hat laut Polizei keine weiteren Ergebnisse gebracht. Die Maschine hat offenbar mehrere Baumwipfel gekappt und eine kleine Schneise in den Wald neben der Wiese gezogen, wo die Cessna 150 aufprallte.

Wetter war kein Faktor

"Fakt ist, dass zur Unfallzeit gestern Nachmittag keinerlei Beeinträchtigung durch das Wetter herrschte", sagte der stellvertretende Obmann des Flugrings Salzburg, Albert Schinwald, zur APA. Die Maschine des Vereins sei selbstverständlich regelmäßig und vorschriftsmäßig gewartet worden, und der verunglückte Fluglehrer sei besonders erfahren gewesen. "Prinzipiell ist es möglich, eine derartige Maschine auch dann sicher auf einer Wiese zu landen, wenn der Motor ausfällt. Das Flugzeug war mit zwei vollwertigen Steuerknüppeln ausgestattet, beide Piloten waren theoretisch also voll handlungsfähig." Gestartet ist das Flugzeug laut Polizei vom Flughafen Salzburg um 14.10 Uhr. Es ist dann laut Austro Control in Gmunden zwischengelandet und startete von dort zu seinem letzten Flug. "Die Maschine ist um 15.30 Uhr vom Radarschirm verschwunden", sagte Markus Pohanka, Sprecher der Austro Control.

Wrack wird untersucht

Das Wrack liegt zurzeit noch an der Unfallstelle, zwei Mitarbeiter der Flugunfall-Kommission des Verkehrsministeriums sind vor Ort bei der Arbeit. Das demolierte Flugzeug wird gesichert und soll demnächst in eine Halle gebracht werden, wo jeder einzelne Teil unter die Lupe genommen werde. Ob es in Salzburg bleibt oder nach Wien kommt, sei noch nicht entschieden, sagte Peter Urbanek, der Leiter der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes. Am Tatort selbst werde wie bei einem Kriminalfall vorgegangen, wobei eine präzise Dokumentation entscheidend sei. Dabei werde die Lage des Flugzeugs aufgezeichnet und festgestellt, wie weit entfernt einzelne Teile liegen. Denn dadurch könne man Rückschlüsse auf die letzten Flugsekunden machen.

Notfälle müssen geübt werden

Grundsätzlich ist das Üben von Notfällen laut Urbanek Standard und notwendiger Teil einer Pilotenausbildung. Die Wahrscheinlichkeit, dass seine Prüfer nach einem Flugunfall die Ursache herausfinden, sei groß, wobei sich menschliche Fehler und technisches Gebrechen erfahrungsgemäß in etwa die Waage halten. Ein erster Befund sei frühestens in einem halben Jahr zu erwarten. (APA)

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(Quelle: S24)

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