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Große Katastrophenschutzübung am Untersberg

Rund 400 Einsatzkräfte waren am Freitag an der Übung beim Untersberg beteiligt. Neumayr/MMV
Rund 400 Einsatzkräfte waren am Freitag an der Übung beim Untersberg beteiligt.

Eine großangelegte Katastrophenschutzübung auf und rund um den Untersberg im Gemeindegebiet von Grödig (Flachgau) ging am Freitag erfolgreich über die Bühne. An der Übung beteiligt waren die Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung, Feuerwehr, Bergrettung, Rotes Kreuz, österreichisches Bundesheer, die Marktgemeinde Grödig und das Landes-Medienzentrum.

Nach der Übung zogen die Einsatzorganisationen in einem Informationsgespräch am späteren Nachmittag positive Bilanz und strichen die gute Zusammenarbeit hervor.

Die Abschlussbesprechung./Neumayr/MMV Salzburg24
Die Abschlussbesprechung./Neumayr/MMV

Waldbrände und Unfälle

Man ging von folgendem Szenario aus: In Abständen von wenigen Minuten sind zwei Waldbrände am Untersberg ausgebrochen, und zwar am Drachenloch und an der Bergstation der Seilbahn. Bei der Bekämpfung des Waldbrandes ist ein Hubschrauber abgestürzt. Die Einsatzkräfte mussten mit weiteren Unfällen rechnen.

400 Einsatzkräfte am Untersberg

Rund 400 Einsatzkräfte nahmen an der Großübung, betonte Einsatzleiter Michael Walder, Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung im Informationsgespräch. Ziel der Übung sei das Erproben der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte – auch über die Grenzen hinweg – gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr Grödig habe die Einsatzpläne vorbereitet, die Übung sei sehr komplex gewesen. So seien mehrere Szenarien gleichzeitig geübt werden. Walder bezeichnete das Ergebnis der Übung als sehr gelungen. In einer Nachbesprechung werden allfällige Schwachstellen diskutiert werden, um für weitere Einsätze noch besser gerüstet zu sein.

254 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz, so Johann Neuhofer, Bezirkskommandant Flachgau. Bei der Übung hat die Feuerwehr an vier Einsatzstellen geübt. Der Einsatz sei durchwegs gut gelungen, man werde die Erkenntnisse aus der Übung in die weitere Arbeit und Ausbildung der Feuerwehrkollege einbinden. Als besonders herausfordernd bezeichnete er die Anfahrt auf einer schmalen Straße zum Einsatzort. Für Markus Schwab, Ortsfeuerwehrkommandant Freiwillige Feuerwehr Grödig, stand es im Vordergrund, den Materialtransport mit der Untersbergseilbahn zu erproben.

Peter Schinnerl vom Österreichischen Bundesheer betonte, dass man mit ersten Erkundungsflügen sehr rasch beginnen konnte. Interessant sei gewesen, dass der zivile Notarzthubschrauber von Aigen im Ennstal in das Szenario mit eingebunden werden konnte.

Luftaufnahme der Katastrophenübung./Neumayr/MMV Salzburg24
Luftaufnahme der Katastrophenübung./Neumayr/MMV

Die Bergrettung war mit 66 Personen und drei Suchhundeführern im Einsatz, betonte Claudia Hutticher. Die Bergrettung war an vier Einsatzszenarien beteiligt. Interessant sei das das Erproben der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen gewesen, die sehr gut funktioniert habe.

Mit elf Personen und drei Einsatzfahrzeugen war das Rote Kreuz vor Ort, so Kurt Waldhör vom Roten Kreuz. Auch Waldhör betonte, dass die Übung den Zweck der Überprüfung der Zusammenarbeit voll erfüllt habe. Für die Sicherheit der Einsatzkräfte und Bevölkerung sorgte die Polizei. Gemeinsam mit den Pressestellen der beteiligten Organisationen koordinierte und führte das Landes-Medienzentrum die Kommunikationsarbeit durch.

Grödiger Bürgermeister ist "froh und stolz"

Grödigs Bürgermeister Richard Hemetsberger sagte, er sei froh und stolz, eine derartige Übung in der Gemeinde ausgeführt zu haben. Man habe gesehen, dass alles sehr gut funktioniert habe. Er werte das als ein Zeichen der Sicherheit, so Hemetsberger.

Aufgerufen am 21.04.2019 um 04:24 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/grosse-katastrophenschutzuebung-am-untersberg-52191439

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