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Hasenpest in Anif bestätigt

Die Hasenpest bedroht Salzburgs Hasen. (Symbolbild) ASSOCIATED PRESS
Die Hasenpest bedroht Salzburgs Hasen. (Symbolbild)

In der Flachgauer Gemeinde Anif ist nun ein Fall von Hasenpest bestätigt worden. Im Gemeindeamt ist eine Warnung ausgehängt worden, da der Erreger auch für den Menschen und andere Tiere gefährlich werden kann. Wie auf Nachfrage in der Landesveterinärdirektion zu erfahren war, gibt es mehrere Verdachtsfälle im Bundesland Salzburg.

Aus dem Flachgau wie auch dem Innergebirg seien mehrere Proben eingeschickt worden, allerdings würden die Untersuchungen hier noch laufen. Genaue Zahlen seien deshalb noch nicht vorhanden, erklärt ein Mitarbeiter im Gespräch mit SALZBURG24. Bereits Ende April ist in der Stadt Salzburg ein Fall von Hasenpest oder "Tularämie" bekannt geworden.

In Anif wird vor der Hasenpest gewarnt. Foto: SALZBURG24/Andonov Salzburg24
In Anif wird vor der Hasenpest gewarnt. Foto: SALZBURG24/Andonov

Hasenpest von Tier auf Mensch übertragbar

Bei der Hasenpest handelt es sich um eine sogenannte Zoonose, also einer Krankheit, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden kann. Und das ist nicht ungefährlich, warnt die Landesveterinärdirektion. Symptome einer Infektion beim Menschen sind neben Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder Geschwüren auf der Haut auch eine Lungen- oder Rippenfellentzündung. Die Experten raten bei entsprechenden Symptomen also unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

Das ist bei toten Tieren zu tun:

Wenn tote Tiere gefunden werden, sollten diese auf keinen Fall ohne Handschuhe angegriffen werden. Auch ein Mundschutz ist empfehlenswert, da sich der Erreger im Staub hält und somit eingeatmet werden könnte. Bei Verdachtsfällen informiert man am besten die Gemeinde, aber auch die Landesveterinärsdirektion kann kontaktiert werden. Tiere können ebenfalls angesteckt werden. "Auch, wenn es derzeit keine Berichte gibt, dass Hunde erkrankt wären - sie scheinen besonders resistent gegen den Erreger zu sein - sollten sie an der Leine bleiben und von Tierkadavern ferngehalten werden. Denn auch Hunde, Rinder oder Schafe können die Hasenpest auf den Menschen übertragen", weiß man beim Land.

Jeder Fall wird untersucht

Da es in Anif bereits einen bestätigten Fall gibt, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Krankheit über den nördlichen Alpenraum verbreitet und auch hartnäckig hält. Übertragen können den Erreger auch Eichhörnchen, Ratten, Hamster, Wildkaninchen oder Zecken und Flöhe. Derzeit müsse die Hasenpest nicht gemeldet werden, die Amtsärzte seien aber hellhörig und jeder Fall werde untersucht, heißt es aus der Landesveterinärsdirektion.

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