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Immer mehr Autofahrer verlieren Ladegut: Salzburg bei Meldungen unter Spitzenreitern

Verlorenes Ladegut auf Salzburgs Autobahn ist keine Seltenheit mehr. Asfinag
Verlorenes Ladegut auf Salzburgs Autobahn ist keine Seltenheit mehr.

Mit 3.200 Fällen haben sich die Meldungen über verlorene Gegenstände auf Fahrbahnen 2017 in Österreich im Vergleich zu 2016 nahezu verdoppelt. Vor allem in Salzburg sind die Zahlen hinaufgeschnellt: 703 Ladegutverluste registriert die ASFINAG auf Salzburgs Autobahnen.

Beinahe jeder Verkehrsteilnehmende hat es schon erlebt: Bei der Fahrt sieht man einen Gegenstand auf der Fahrbahn liegen und muss ausweichen. Gefährlich werden diese Situationen dann, wenn es zu überhasteten oder spontanen Reaktionen kommt: das Lenkrad wird verrissen – Die Fahrerin, der Fahrer wechselt die Fahrspur schlagartig. Der Verlust von Ladegut kann deswegen gerade auf Autobahnen und Schnellstraßen aufgrund der höheren Geschwindigkeiten sehr gefährlich werden.

Deutlich weniger Ladegutverluste 2016

Im Jahr 2016 registrierte die ASFINAG noch knapp 1.900 Ladegutverluste auf Autobahnen und Schnellstraßen – im Vorjahr waren es über 3.200. Der Grund dafür: Die ASFINAG hat diesen Meldungen höchste Priorität eingeräumt und die Erkennung verfeinert. „Wir haben die Qualität der Datenbank verbessert, um noch schneller auf derartige Vorfälle reagieren zu können“, so Fiala.

Für die 43 Autobahnmeistereien heißt es in solchen Fällen rasch handeln, um Unfälle durch eine Absicherung des jeweiligen Autobahnbereichs und den raschen Abtransport dieser verlorenen Gegenstände zu verhindern. „Jeder Verkehrsteilnehmende ist gesetzlich dazu verpflichtet, für eine geordnete Sicherung von Ladegut zu sorgen. Die Zahlen zeigen jedoch, dass sich bei weitem nicht jeder daran hält“, so Fiala.

Die Hitliste der verlorenen Gestände ist lang und ungewöhnlich, so die Asfinag./Asfinag Salzburg24
Die Hitliste der verlorenen Gestände ist lang und ungewöhnlich, so die Asfinag./Asfinag

Salzburg unter den Spitzenreitern

Die verbesserte Qualität bei der Erkennung zeigt: die Ladegutverluste haben in den Bundesländern deutlich zugenommen und lässt auch die Salzburger Zahlen hochschnellen. Mit 791 registrierten Verlusten von Ladegut ist die Steiermark Spitzenreiter im Ranking in ganz Österreich. Gleich dahinter folgen Salzburg (703) – 2016 waren es in Salzburg noch 436 Meldungen – dann   Niederösterreich (399), Vorarlberg (375) und Tirol (315). Im Burgenland (42), Oberösterreich (153) und Wien (175) gab es die wenigsten Meldungen über Ladegutverluste.

Die Meldungen über Gegenstände auf der Fahrbahn kommen entweder direkt von Verkehrsteilnehmenden, von den Verkehrsredaktionen der Radiostationen oder vom ASFINAG-Streckendienst, der Tag und Nacht auf den Strecken unterwegs ist. Die Verkehrssicherheit ist bei solchen Fällen immer vorrangig: erst den besagten Streckenabschnitt absperren und dann den Gegenstand bergen. Die Hitliste der verlorenen Gegenstände ist lang und teilweise ungewöhnlich: vom Papierkarton über Zeitungen bis hin zur Couch oder gar Kühlschränke ist alles schon einmal auf der Autobahn gelandet. Eigens dafür werden die Mitarbeiter der ASFINAG regelmäßig auf die korrekte Sicherung von Gütern und Ladungen geschult.

Ladegutverluste nach Bundesländern für das Jahr 2017: 

  1. Steiermark: 791
  2. Salzburg: 703
  3. Niederösterreich: 399
  4. Vorarlberg: 375
  5. Tirol: 315
  6. Kärnten: 279
  7. Wien: 175
  8. Oberösterreich: 153
  9. Burgenland: 42

Gesamt: 3.232

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