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Immer mehr Salzburger Bauern setzen auf Direktvermarktung

Landesrat Josef Schwaiger (2.v.li.) beim Tag der offenen Hofläden beim Dödererbauern in Wals Siezenheim. Land Salzburg/Melanie Hutter
Landesrat Josef Schwaiger (2.v.li.) beim Tag der offenen Hofläden beim Dödererbauern in Wals Siezenheim.

600 landwirtschaftliche Betriebe in ganz Salzburg haben als zusätzliches Standbein die Direktvermarktung, ohne Umwege kommen die Lebensmittel so von der Kartoffel bis hin zum Fleisch an den Mann und die Frau. Die Familie Gerl in Wals-Siezenheim (Flachgau) ist vor allem für ihre Angusrinder, zur Zeit sind es insgesamt 38, die Weideschweine und das selbst gemachte Holzofenbrot bekannt. Am Wochenende ließen sie zum Tag der Bauern und Hofläden im Rahmen der Woche der Landwirtschaft tief in ihre Arbeitsweise und die Direktvermarktung blicken.

"Mit jedem Einkauf entscheidet sich jeder einzelne, wen man unterstützt, internationale Großkonzerne oder unsere Bäuerinnen und Bauern. Sie produzieren hier in Salzburg und vermarkten unmittelbar", bricht Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) eine Lanze für Qualität aus der Region.

"Agnes und Kaspar Gerl in Wals-Siezenheim sind für mich eine Paradebeispiel, wie man es in der Landwirtschaft schaffen kann. Niemand will nur von Förderungen abhängig sein, die Bauern bei uns wollen von ihren Produkten leben. Genau das gelingt hier beim Dödererbauern, wie mir die fleißige Familie auf dem Erbhof heute versichert hat", so Landesrat Schwaiger und er fügt hinzu: "Wesentliche Faktoren, dass man als Bauer überleben kann, sind eine fundierte Ausbildung und gute Ideen." Nicht zuletzt darum sind die Schüler der Landwirtschaftsschulen häufig Gäste beim Döderer, lernen direkt aus der Praxis.

Wartelisten für das Angusfleisch

"Bei uns sind die Tiere schon vor der Schlachtung vergeben, meistens schon ein Monat im Voraus", sagt Agnes Gerl, die als Vollzeitbäuerin den Betrieb führt. Vor acht Jahren haben sie und ihr Mann Kaspar mit dem Hofladen begonnen, mit Pessimisten als Einflüsterer. "Alle haben uns abgeraten, vor allem von den Angusrindern. Aber wir waren von Anfang an davon überzeugt und dann gelingt es auch", beschreiben Agnes und Kaspar ihre Philosophie. Und so wird es den Erbhof, der seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz ist, sicher noch weitere 300 Jahre geben, denn die Innovationen gehen nie aus.

Reine Familiensache

Bei den Gerls ist die Landwirtschaft reine Familiensache. Die Omas Elisabeth und Heidi helfen genau so mit wie Senior-Bauer Kaspar und die Kinder von Agnes und Kaspar jun. Johannes, Simon und Nina, die nächste Generation ist also schon bereit. "Ein paar Besonderheiten gibt es bei uns in der Geschichte schon. Ich bin der neunte Kaspar in Folge, in dieser Hinsicht haben wir die Tradition ein wenig durchbrochen", erzählt Kaspar Gerl jun. Und wo der Name "Döderer" herkommt, das ist ein kleines Mysterium, man weiß es nicht genau.

 

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 20.09.2019 um 01:38 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/immer-mehr-salzburger-bauern-setzen-auf-direktvermarktung-58296760

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