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Hochgiftig

Bärenklau geht es an den Kragen

Sie rücken wieder aus, und zwar in gelber Schutzkleidung und mit Werkzeug: Sechs ehrenamtliche Mitglieder der Berg- und Naturwacht. Sie entfernen am Freitag in der Gruberfeldsiedlung in Koppl (Flachgau) jene Pflanzen, die sich unkontrolliert in der Natur ausbreiten und die heimische Flora bedrohen. Speziell die Beseitigung des Riesen-Bärenklaus ist problematisch.

Koppl

Drüsen-Springkraut, Riesen-Bärenklau, Seidenpflanze, Goldrute, Beifuß-Traubenkraut, Flügelknöterich oder Nuttall-Wasserpest haben eines gemeinsam: Sie sind Neophyten und gehören zu den sogenannten invasiven Pflanzenarten. Diese wurden hauptsächlich als Bienenweide, Zierstaude oder Sichtschutz nach Europa gebracht, wo sie sich nun sehr stark vermehren und die heimischen Arten verdrängen. Ein großes, teils giftiges Problem.

Riesen-Bärenklau an der Wurzel packen

Die Mitglieder der Berg- und Naturwacht helfen ehrenamtlich, die „Übeltäter“ an der Wurzel zu packen. „Wir unterstützen die Grundstücksbesitzer dabei, die Pflanzen rechtzeitig, bevor sie sich vermehren, zu entfernen, wollen aber vor allem das Bewusstsein schärfen, welche Auswirkungen diese eingeschleppten Arten haben“, erklärt Alexander Leitner von der Berg- und Naturwacht. Und er fügt hinzu: „Noch im Juni werden wir 25 Helfer aus allen Bezirken schulen, wie hierbei vorgegangen werden muss.“

Um diese eingeschleppten Pflanzen zu entfernen, ist meist ein großer, teils gefährlicher Aufwand notwendig. Infos dazu gibt es in einer Broschüre des Landes. Die findet ihr HIER

Riesen-Bärenklau reizt Haut, Augen und Atemorgane

Bei der Aktion in Koppl tragen die Helfer eine spezielle Schutzkleidung und Gesichtsschutz. Mit Spaten werden die Wurzeln durchstochen. Der Saft enthält Substanzen, die in Verbindung mit dem Sonnenlicht zu teils schweren Hautentzündungen bis hin zu Verbrennungen führen können. Neben der Haut müssen auch die Augen und die Atemorgane geschützt werden. Auch die feinen Härchen des Bärenklaus können eingeatmet werden.

Gefährlicher Einsatz im Lungau

Während das Drüsen-Springkraut schon länger bekannt und auch gefürchtet ist, ist der Riesen-Bärenklau eher neu. „Ich kann mich noch gut erinnern. Vor zwei Jahren erlitt ein Waldarbeiter im Lungau bei dessen Berührung schwere Verbrennungen. Wir sind dann dort ausgerückt, haben geholfen, die schon meterhohen Pflanzen zu entfernen. Danach hat die Feuerwehr uns und die Geräte abgespritzt. Seitdem bin ich gegen den Riesen-Bärenklau regelmäßig im Einsatz, bevor er überhandnimmt“, sagt Walter Ochmann, Bezirksleiter der Berg- und Naturwacht im Flachgau. 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 24.06.2019 um 08:38 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/koppl-hochgiftiger-baerenklau-entfernt-71076850

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