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Modelbahnbauer Roco: Sozialplan-Verhandlungen abgebrochen

Bei Roco wurden Betriebsversammlungen einberufen. Neumayr/MMV/Archiv
Bei Roco wurden Betriebsversammlungen einberufen.

Die Verhandlungen zu einem Sozialplan für die Modelleisenbahn Holding - besser bekannt als Roco Modelleisenbahnen, die einen Teil ihrer Produktion in die Slowakei verlagert, sind nach Angaben der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) ergebnislos abgebrochen worden. Es würden nunmehr Experten zur Schlichtungsstelle entsandt, teilte der niederösterreichische GBH-Landesgeschäftsführer Rudolf Silvan mit. Das Unternehmen betreibt auch einen Standort in Bergheim (Flachgau)

Die Belegschaft der Modelleisenbahn GmbH war am 2. März darüber informiert worden, dass die Firmenleitung die Spritzgussproduktion aus Gloggnitz in die Slowakei verlegen wird. Fast die Hälfte der Belegschaft - 52 der 107 Mitarbeiter - werden dadurch bis Ende 2018 am niederösterreichischen Standort ihren Job verlieren.

"Untragbar" für die Mitarbeiter

Die Arbeitnehmervertretung sei viel zu spät über die wirtschaftliche Situation der Firma und die Auslagerungspläne informiert worden, sagte Zentralbetriebsratsvorsitzender Walter Lambacher am Montag in einer Aussendung. "Bis heute wurde uns nicht einmal der Businessplan ausgehändigt." Es sei untragbar, 52 meist langjährige Mitarbeiter derart in der Luft hängen zu lassen.

Betriebsversammlungen bei Roco

Das Angebot des Unternehmens für einen Sozialplan sei "für Gewerkschaft und Betriebsrat inakzeptabel. Wir streben jetzt eine Lösung über die Schlichtungsstelle an und beraten die Betroffenen in allen arbeitsrechtlichen Belangen", ergänzte Silvan. Lambacher indes hat für den 18. April am Standort Gloggnitz und am 19. April am Standort in Bergheim jeweils Betriebsversammlungen einberufen.

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