Jetzt Live
Startseite Flachgau
Flachgau

Nach Forstinger-Pleite: Sanierungsplan und weniger Filialen

Autozubehörkette Forstinger nun mit 90 statt 108 Filialen APA
Autozubehörkette Forstinger nun mit 90 statt 108 Filialen

Der Sanierungsplan der insolventen Autozubehörkette Forstinger ist am Dienstag von den Gläubigern angenommen worden. Die Gläubiger erhalten eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent. Das teilten die Gläubigerschutzverbände KSV 1870, AKV und Creditreform sowie das Unternehmen nach der heutigen Sanierungsplantagsatzung am Landesgericht St. Pölten mit. Die Firma macht mit höchstens 90 Filialen weiter.

Von den 108 Filialen vor der Pleite wurden bisher zwölf geschlossen. Mindestens fünf weitere Niederlassungen sollen folgen. Es bleiben also rund 90. Die Schließung des B2B-Geschäftes war schon vor zwei Monaten angeordnet worden. Auch der Teilbereich Technik wurde im Rahmen der eingeleiteten Restrukturierung bereits dicht gemacht. Es bleiben rund 750 von zuvor gut 820 Arbeitsplätzen bestehen. Forstinger-Zweigstellen in Salzburg sind in St. Veit (Pongau), Saalfelden (Pinzgau), Straßwalchen (Flachgau) und in der Landeshauptstadt.

Forstinger drückt Mietkosten

Im Zuge der Sanierung hat Forstinger Mietkosten gedrückt. "Auch viele Lieferanten sind bereit, Forstinger auf dem eingeschlagenen Sanierungsweg zu begleiten. Damit kann Forstinger seinen Kunden weiterhin ein umfangreiches Sortiment bieten und auch alle damit verbundenen Garantie- und Serviceleistungen wahrnehmen", teilte die Firma heute mit.

Die Gläubiger erhalten binnen 14 Tagen sechs Prozent und weitere je sieben Prozent binnen einem und zwei Jahren ab Annahme, so der AKV. Laut Creditreform wurden von rund 1.100 Gläubigern Forderungen in der Höhe von 36,5 Mio. Euro angemeldet. Berücksichtigt werden laut KSV Forderungen von 24,5 Mio. Euro. Diese Summe ist die Berechnungsgrundlage für die Sanierungsplanquote.

Forstinger war bereits insolvent

Schon einmal, 2001, war Forstinger insolvent gewesen. Später wechselten die Eigentümer des seit 55 Jahren bestehenden Anbieters von Autozubehör, Ersatzteilen, Reifen und Felgen mehrmals. 2009 war die seinerzeitige Forstinger-Mutter zahlungsunfähig geworden.

2016/17 setzte Forstinger als größter heimischer Einzelhändler für Automobilzubehör, Zweirad und Zweiradzubehör 111 Mio. Euro um, kaum mehr als 2015/16 (109,5 Mio. Euro).

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.08.2019 um 12:52 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/nach-forstinger-pleite-sanierungsplan-und-weniger-filialen-58302358

Kommentare

Mehr zum Thema