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Nach Geparden-Flucht: Scharfe Kritik an Zoo-Sicherheit

Nachdem bereits Tierschützer am Dienstag nach dem Ausbruch zweier Gepardenjungtiere im Zoo Salzburg auf die Barrikaden stiegen, übt nun eine weitere Tierschutzorganisation scharfe Kritik.

Nachdem am Dienstag zwei Geparden die Flucht aus dem Zoo Hellbrunn gelang und bereits 2008 nächtliche Eindringlinge die Türen zum Nashorngehege öffnen konnten, wirft die österreichische Tierschutzorganisation EndZOO den Zooverantwortlichen ein mangelhaftes Sicherheitskonzept vor. Die Tierschützer kritisieren besonders, dass das Sicherheitsschloss zum Innengehege der Geparde offenbar nur durch ein paar leicht abdrehbare Holzschrauben verankert war. EndZOO spricht von einer groben Fahrlässigkeit und einem erheblichen Sicherheitsmangel. Die Organisation fordert heute eine sofortige Kontrolle durch unabhängige Behörden und Gutachter.

„Sicherheitskonzept von Zoo Hellbrunn hat kläglich versagt“

"Dieser Vorfall, der nur durch viel Glück für Mensch und Tier so glimpflich ablief, zeigt deutlich, dass das Sicherheitskonzept des Zoo Hellbrunn nachweislich und kläglich versagt hat. Es muss jetzt geprüft werden, ob auch zuständige Behörden ihrer Kontroll- und Aufsichtspflicht ebenfalls nicht korrekt nachgekommen sind", so EndZOO-Sprecher Frank Albrecht. "Wir fordern eine sofortige und unabhängige Kontrolle aller Gefangenschaftshaltungen im Salzburger Zoo und ein funktionierendes Sicherheitskonzept."

Die historische Flucht-Liste des Zoo Hellbrunn

 - ein Pelikan wird in Mehren (CZ) von Mitarbeitern des Zoos Dvur    Kralove eingefangen. Das Tier war am 12. Januar 2009 aus dem Zoo    in Salzburg geflohen  - einem Mandschurenkranich gelingt 2004 die Flucht aus dem    Salzburger Zoo. Erst ein Jahr später kommt er von selbst zurück.  - zwei Varis (Primaten) entkommen ebenfalls 2004 aus dem Zoo    Hellbrunn.  - Der Tukan JOSE flieht 2000 aus dem Tiergarten. Die Feuerwehr    schoss Jose mit dem Feuerwehrschlauch vom Baum, wobei er sich ein    Bein brach.  - einem Bennet-Känguru gelingt es 1998 das Zoogelände zu verlassen.    Erst mit einem Betäubungsschuss konnte das Känguru wieder    eingefangen und inhaftiert werden.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.05.2021 um 01:19 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/nach-geparden-flucht-scharfe-kritik-an-zoo-sicherheit-59350546

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