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Voller Kot und Urin

Todkranke Hündin unversorgt in Wohnung zurückgelassen

Ein extremer Fall von Tierquälerei trug sich in Neumarkt am Wallersee (Flachgau) zu. Dort entdeckten die Tierretter der Pfotenhilfe Lochen in einer mit Hundefäkalien übersäten Wohnung eine völlig verwahrloste, abgemagerte und apathische Mischlingshündin. Das Tier mit dem Namen Lucy soll laut Nachbarn bis zu zwei Wochen lang unversorgt im Stich gelassen worden sein, wie die Pfotenhilfe in einer Aussendung berichtet. Lucy war mit Kot und Urin verklebt und wollte minutenlang nicht mehr aufhören, Wasser zu trinken.

Neumarkt am Wallersee

Die Tierretter, die sich bei Betreten der Wohnung beinahe übergeben mussten, brachten Lucy in die Tierklinik, wo sie bei einer Untersuchung viel Flüssigkeit im Bauchraum entdeckten und den Verdacht auf einen Lebertumor diagnostizierten. Die Hündin wurde sofort operiert, die Bauchdecke war bereits mit Blut gefüllt, woraufhin Lucy nicht mehr aus der Narkose zurückgeholt, sondern gleich erlöst wurde.

Tierquälerei: Hündin Lucy ihrem Schicksal überlassen

„Tierhalter und das durch sie verursachte extreme Leid sind manchmal wirklich schwer zu ertragen“, klagt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler, die ihre Tränen nicht verbergen kann: „Diese wahnsinnig liebe, extrem gutmütige Hündin hätte ein schönes Leben verdient. Es ist mir unbegreiflich, wie Menschen so verrohen können, dass sie Tiere langsam und qualvoll in ihren eigenen Exkrementen verdursten und verhungern lassen.“

Neumarkt: Hundehalterin angezeigt

Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe zeigt die Halterin wegen Tierquälerei an, für den ein Strafrahmen von zwei Jahren Freiheitsstrafe vorgesehen ist.

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