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Ortssperren für Stauausweichler funktionieren

Am Wochenende waren in Wals die Staßensperren aktiv (Archivbild). FMT-Pictures/TA
Am Wochenende waren in Wals die Staßensperren aktiv (Archivbild).

Seit letztem Jahr sind die Ausweichrouten im Flachgau für Urlauber, die auf der Tauernautobahn im Stau stehen, gesperrt. Nun wurde die Regelung überarbeitet: Die Sperren können nun bereits früher in Kraft treten. Das ist am Wochenende das erste Mal der Fall gewesen. Wir haben bei den betroffenen Gemeinden nachgefragt, ob die Sperren wirken.

Bereits ab einem Rückstau bis zur Haberlanderbrücke am Grenzübergang Walserberg treten in Grödig und Wals die Ortsdurchfahrtssperren für Urlauber in Kraft. In den Ort einfahren dürfen dann nur mehr Einheimische. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) sprach am Sonntag von einem Erfolg. Das sieht auch der Bürgermeister von Grödig, Richard Hemetsberger (ÖVP), so.

Grödig: "Sehr gute Erfahrungen gemacht"

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"Wir haben Samstag und Sonntag sehr gute Erfahrungen gemacht. Die neue Verordnung hat im Ort eine wesentliche Entlastung mit sich gebracht", erklärt Hemetsberger (Bild links) im Gespräch mit SALZBURG24. Im heurigen Sommer waren die Sperren in Grödig bereits einmal zuvor in Kraft. Am vergangenen Wochenende setzte man sie auch am Freitag ein, weil der Rückreiseverkehr sehr groß gewesen sei, sagt Hemetsberger.

Fahrverbot für Wohnmobile und Wohnwägen

In Grödig werden die Sperren bei Neu-Anif und St. Leonhard errichtet. Kontrolliert wird das von der Exekutive und zwar durchgehend, solange die Sperren aktiv sind. Weitere Entlastung erhofft sich der Bürgermeister durch ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Anhänger. Dieses gelte für die Strecke zwischen Fürstenbrunn und Großgmain bereits länger. Neu hinzu kommen allerdings nun Wohnwagen und Wohnmobile. "In diesem Bereich gibt es eine Steigung von 14 Prozent, da haben sich immer wilde Szenen abgespielt, wenn Leute mit großen Wohnmobilen oder Anhängern gefahren sind", schildert Hemetsberger. Das sei wichtig im Sinne der Verkehrssicherheit. Das Fahrverbot ist ab sofort in Kraft und werde auch von der Polizei kontrolliert, bestätigt er.

Die Verordnung zu den Ortssperren gilt permanent, es kann also auch unter der Woche zu Fahrverboten kommen. Derzeit erwartet man in Grödig, dass kommendes Wochenende bezüglich Reiseverkehr das stärkste sein wird.

Autofahrer missachten Verbot in Wals

In Wals-Siezenheim waren die Beamten bei der Einfahrt Viehhausen im Einsatz. Allerdings sei bereits bei einer Besprechung mit Polizei und Ortschefs erklärt worden, dass die Kontrolle der Straßensperren nicht erste Priorität habe, erklärt der Walser Bürgermeister Joachim Maislinger (ÖVP) gegenüber SALZBURG24. Vor allem, wenn die Sperren durch die frühere Aktivierung nun natürlich auch länger andauern. "Wenn die Polizei zu einem Unfall gerufen wird, kann es auch sein, dass dazwischen nur die Scherengitter mit dem Verkehrsschild dort stehen. Das war auch teilweise der Fall am Wochenende. Natürlich wurde dass teils missachtet, die meisten haben aber umgedreht und sind zurück auf die Bundesstraße gefahren", erzählt Maislinger.

Stauumfahrer: Situation in Wals schwieriger

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In Wals sei die Situation aber etwas schwieriger als in Grödig. Dort könne man die Stauumfahrer über Berchtesgaden umleiten, das gehe in seiner Gemeinde nicht. "Alles, was in West von der Autobahn runterfährt in Richtung Deutschland, muss irgendwie durch unser Gemeindegebiet durch. Wir haben keine die Möglichkeit, die Autofahrer komplett umzuleiten. Am besten wäre es für uns, sie würden auf der Autobahn bleiben", zeigt der Bürgermeister (Bild rechts) auf. Und wenn die Urlauber schon abfahren würden, wäre es besser, sie würden auf der B1 bleiben. "Das wäre schneller, als durch die Ortschaften zu fahren", ist sich Maislinger sicher.

Hoffen auf Ende der Grenzkontrollen

"Das Gelbe vom Ei" sei die jetzige Regelung nicht. Eine Entlastung sei aber auch in Wals spürbar, betont der Bürgermeister. Auch, weil aus Grödig keine Autos mehr nachkommen. Theoretisch sollte die Information zu den Ortssperren auch auf den Navigationsgeräten der Autofahrer aufscheinen. Das funktioniert im Moment allerdings nur bei den neuesten Geräten. Für nächstes Jahr hofft der Bürgermeister auf ein Ende der Grenzkontrollen: "Das wäre für uns das Allerbeste."

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(Quelle: S24)

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