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Pädophiler Sex-Täter in Salzburg gefasst

Bei Grooming handelt es sich um das gezielte Ansprechen von unmündigen, unter 14-jährigen Kindern mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Bilderbox
Bei Grooming handelt es sich um das gezielte Ansprechen von unmündigen, unter 14-jährigen Kindern mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte.

Die Polizei hat am Mittwoch in Hallwang (Flachgau) einen 55-Jährigen aus Deutschland festgenommen, der sich im Internet als Jugendlicher ausgegeben hatte und ein erst zwölf Jahre altes Mädchen zum Sex überreden wollte.

Die Eltern konnten ein persönliches Treffen aber noch unterbinden. Aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichtes Wittenberg wurde der Sex-Täter, ein sogenannter „Groomer", jetzt verhaftet, so das Bundeskriminalamt.

Schülerin zum Sex aufgefordert

Der 55-Jährige gab sich auf einer Plattform für Schüler als 18-jähriger "Matti Corners" aus. Im Sommer 2011 lernte er dort das damals zwölf Jahre alte Mädchen kennen. In der Folge forderte er die Schülerin massiv zum Geschlechtsverkehr auf. Auch telefonisch versuchte er, das Mädchen zu einem persönlichen Treffen zu überreden.

Europäischer Haftbefehl gegen Sex-Täter

Die Eltern erfuhren aber davon und erstatteten bei der Polizei in Sachsen-Anhalt Anzeige. Diese konnte schließlich die Identität des Mannes ausforschen, das zuständige Gericht erließ daraufhin einen Europäischen Haftbefehl. Schließlich führten die Spuren nach Österreich, und am Mittwoch dieser Woche klickten in Hallwang die Handschellen. Der Beschuldigte befindet sich in der Justizanstalt Salzburg in Auslieferungshaft.

Was ist Grooming?

Bei Grooming handelt es sich um das gezielte Ansprechen von unmündigen, unter 14-jährigen Kindern mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Es stellt demnach eine besondere Form der sexuellen Belästigung dar.

Das Bundeskriminalamt macht in diesem Zusammenhang auf die Gefahren im Internet für Kinder und Jugendliche aufmerksam und gibt folgende Tipps:

  • Kinder und Jugendliche sollten darauf vorbereitet werden, dass der Gesprächspartner
  • im Internet oft nicht der ist, für den er sich ausgibt. Erklären Sie ihnen, dass sie diesen Umstand in Chaträumen als auch in den sozialen Netzwerken stets bedenken sollten
  • Erklären Sie Ihrem Kind, welche Medieninhalte genutzt werden dürfen und welche nicht. Machen Sie Ihre eigenen Standpunkte deutlich
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über sein Verhalten im Internet. Was gefällt ihm? Was erlebt er oder sie? In welchen Chatrooms bewegen sie sich? Wo liegen mögliche Gefahren?
  • Machen Sie sich kundig über die Technik und Umgangsweise in Chaträumen, damit Sie mitreden und Fragen stellen können. Auf diese Weise gelten Sie für ihre Kinder viel eher als Ansprechperson um über belastende Erfahrungen im Internet zu reden
  • Diskutieren Sie darüber, welche Bilder ins Netz gestellt werden. Denken Sie daran,dass auf die Gefühle des Betrachters keine Einflussmöglichkeit besteht!
  • Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Computers. Es gilt allerdings zu bedenken, dass auch Filterprogramme für den Computer nicht immer wirkungsvoll sind
  • Üben Sie mit Ihrem Kind konkrete Möglichkeiten, wie es sich vor sexueller Belästigung und Missbrauch im Netz schützen kann. Verbale sexuelle Belästigung können Kinder und Jugendliche manchmal schon mit einem klaren Nein! Beenden
  •  Mädchen und Burschen sollten wissen, welches Verhalten das Risiko einer sexuellen Ausbeutung erhöhen und was sie auf jeden Fall unterlassen sollten: wie etwa Informationen über die eigene Identität zu geben, Fragebogen im Netz auszufüllen und sich mit nicht persönlich bekannten Chatfreunden ohne Begleitung von Erwachsenen zu treffen.

(S24/ APA)

(Quelle: S24)

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