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"Rassistischer Vortrag": Salzburger Offizier (46) vom Dienst enthoben

Der Mann arbeitete in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim. APA/BARBARA GINDL
Der Mann arbeitete in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim.

Nach einem offenbar „rassistischen Vortrag im benachbarten Geretsberg (Bezirk Braunau) in Oberösterreich, wird der 46-jährige Bundesheer-Offizier der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim (Flachgau) nun vom Dienst suspendiert. Das teilte das Verteidigungsministerium mit.

Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, im Rahmen der Bezirksversammlung des Oberösterreichischen Kameradschaftsbundes eine „rassistische Rede“ gehalten zu haben (SALZBURG24 hat berichtet). Das hat für Aufsehen gesorgt. Zahlreiche Besucher sollen die Veranstaltung daraufhin verlassen haben.

Offizier vom Dienst enthoben

Der Mann werde nun auf unbestimmte Zeit vom Dienst in der Salzburger Schwarzenbergkaserne enthoben, heißt es am Mittwoch. Außerdem soll er noch einmal zu seiner Rede befragt werden. Laut Medienberichten bekomme der Soldat nun ein Drittel weniger Geld und dürfe die Kaserne nicht betreten. Die Staatsanwaltschaft und das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung haben mit den Ermittlungen begonnen.

Offizier mit Vortrag über Sicherheitslage

Der Oberst hätte einen Vortrag über die Sicherheitslage und Landesverteidigung halten sollen. “Das von ihm gehaltene Referat war von rassistischen sowie fremdenfeindlichen Darstellungen und subtilen Diffamierungen der Politiker und Bürger unseres Landes geprägt”, wird Benno Schinagl vom Landesbüro des Kameradschaftsbundes von den OÖN zitiert.

Der Kameradschaftsbund distanzierte sich klar von dem Referat. Der Redner sei auf Vertretung und Empfehlung eines Offizierskollegen eingeladen worden, heißt es in der Stellungnahme weiter.

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