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Red Bull auch 2016 hochprofitabel: Marketing drückt Betriebsgewinn

Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz. APA/Scheriau/Archiv
Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz.

Das Geschäft mit Energydrinks ist für Red Bull weiterhin sehr profitabel. Bei einem Umsatz von 3,38 Mrd. Euro (+6 Prozent) erzielte die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See (Flachgau) einen Vorsteuergewinn von 702,3 Mio. Euro (+2 Prozent) und einen Jahresgewinn von 526,8 Mio. Euro (+5 Prozent).

Die Umsatzrentabilität von Red Bull ohne Tochtergesellschaften lag damit bei hohen 20,8 Prozent.

Höhere Marketingausgaben drücken Betriebsgewinn

Der Betriebsgewinn der Red-Bull-Mutter sank laut kürzlich im Firmenbuch hinterlegten Jahresabschluss vor allem aufgrund von höheren Marketingausgaben um 8,9 Prozent auf 576,9 Mio. Euro. Das Finanzergebnis der Red Bull GmbH stieg im wesentlichen wegen höheren Ausschüttungen von Tochtergesellschaften um 123 Prozent auf 125,4 Mio. Euro, geht aus Daten des "Firmencompass" hervor.

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Red Bull verkauft 2016 6,06 Milliarden Dosen

Die Umsatz- und Gewinnzahlen der Red Bull GmbH beinhalten aber nicht die Ergebnisse der zahlreichen internationalen Tochtergesellschaften. Weltweit verkaufte der Salzburger Energydrinkhersteller im Jahr 2016 rund 6,06 Milliarden Dosen (+2 Prozent) und erzielte einen Umsatz von 6,03 Mrd. Euro (+2 Prozent). Angaben zum Konzerngesamtgewinn werden nicht veröffentlicht. Per Ende 2016 beschäftigte Red Bull 11.865 Mitarbeiter in 171 Ländern, ein Plus von 868 Mitarbeitern gegenüber dem Jahr davor.

Red Bull gehört zu 49 Prozent Dietrich Mateschitz

Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz und zu 51 Prozent der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya. Nachdem die Eigentümer meist nur die Hälfte der Gewinne jährlich aus der Firma entnehmen, ist über die Jahre ein Gewinnvortrag von 1,23 Mrd. Euro entstanden. Red Bull sitzt auf einem großen Eigenkapitalpolster, die Eigenkapitalquote lag 2016 bei sehr hohen 81,8 Prozent.

Die Red-Bull-Eigentümer entnahmen laut Jahresabschluss die Hälfte des 2016er-Jahresgewinn, also 263,4 Mio. Euro. Red-Bull-Chef Mateschitz steht diesmal eine Gewinnausschüttung von 129 Mio. Euro zu. Ende 2016 verfügte Red Bull über hohe Finanzmittel. "Der Finanzmittelfonds (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere des Umlaufvermögens) stieg seit Ende 2015 von 348,6 Mio. Euro auf 603,9 Mio. Euro", heißt es im Lagebericht des Jahresabschlusses.

Markenwert wird auf 10,3 Milliarden Euro geschätzt

In der Bilanz der Red Bull GmbH ist der Wert der Marke Red Bull nicht sichtbar. Für "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte" wurden nur 20,6 Mio. Euro angegeben. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Kantar Millward Brown schätzte den Markenwert von Red Bull kürzlich mit 10,3 Mrd. Euro. Red Bull verfügt mit dieser Art der Bilanzierung über eine "stille Reserve" in Milliardenhöhe.

Wachstumspotential in den Kernmärkten

Die größten mittelfristigen Wachstumspotenziale sieht Red Bull in den Kernmärkten Westeuropa und USA, in Zukunftsmärkten in Entwicklungsländern und dem weltweiten Rollout der Red Bull Editions mit unterschiedlichen Geschmackssorten. Für 2017 rechnet der Energydrinkhersteller laut Lagebericht mit weiter steigenden Unternehmensgewinnen.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.10.2019 um 12:23 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/red-bull-auch-2016-hochprofitabel-marketing-drueckt-betriebsgewinn-57016501

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