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"Respektabstand" zu Schilf: Richtiges Verhalten in naturnahen Uferzonen

Das lebende Seeufer am Wallersee. LMZ/Elisabeth Ortner
Das lebende Seeufer am Wallersee.

Unsere Seen sind für viele ein beliebtes Ausflugsziel. Gleichzeitig bilden die naturnahen Uferzonen einen wichtigen Rückzugsraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen, rät das Land Salzburg zu 20 Metern "Respektabstand" zu Schilf und Wasserpflanzen.

Viele Uferzonen wurden durch Uferverbauung, intensive landwirtschaftliche Nutzung, Zersiedelung, Verkehr und Freizeitnutzung erheblich verändert. Durch diese Veränderungen sind die Schilf- und Teichrosenbestände an Gewässern in den vergangenen Jahrzehnten europaweit zum Teil stark zurückgegangen. Oft ist nur mehr ein geringer Anteil der Ufer naturnah. Gerade aber dort befinden sich die "Kinderstuben" von vielen Vogelarten, aber auch von Fischen.

Stress für Tiere vermeiden

Während der Brutzeit von März bis Juli, beim Wechsel des Federkleides von Juli bis September und im Winter sind Vögel auf ruhige Zonen im Uferbereich angewiesen. Die seichten Ufer und Schilfzonen sind auch wichtige Lebensräume für Fische und ihre Laich. Störungen durch Schwimmen, Bootfahren, Kite-Surfen oder auch Stand-Up-Paddeln bedeuten für die Tiere starken Stress und vermindern die Überlebenschancen des Vogelnachwuchses. Am seichten Ufer besteht außerdem die Gefahr, dass durch Paddelschläge oder Kenterungen Eier und Jungfische geschädigt werden.

Abstand halten

Es sollten daher mindestens 20 Meter Abstand zu sämtlichen Schilf- und Teichrosenbeständen gehalten werden. Die Schutzzonen an sensiblen Uferbereichen sollen dazu beitragen, dass die zum Teil sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten auf Dauer überleben können.

An manchen Seen gibt es auch Regelungen bezüglich des Befahrens mit Wasserfahrzeugen. So ist zum Beispiel am Grabensee das Schwimmen und Befahren mit Wasserfahrzeugen nur im Bereich des Strandbades Perwang erlaubt. Dies gilt auch für Kite-Surfen und Stand-Up-Paddeln.

Detaillierte Informationen zu den Schutzzonen am Wallersee und an den Trumer Seen findet ihr hier. Die Broschüren könnt ihr auch downloaden.

(Quelle: S24)

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