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Salzburger Sepp Eisl als "Biolandwirt des Jahres" nominiert

Sepp Eisl überzeugte die Jury mit seinem Schafmilch-Betrieb am Wolfgangsee. Agrarheute/Timo Jaworr
Sepp Eisl überzeugte die Jury mit seinem Schafmilch-Betrieb am Wolfgangsee.

Ein Salzburger ist für den Ceres Award in Berlin als "Biolandwirt des Jahres" nominiert. Sepp Eisl vom Seegut Eisl in Abersee am Wolfgangsee (Flachgau) überzeugte die Jury des Landwirtschaftspreises mit Ideenreichtum und Nachhaltigkeit. Er ist einer von drei Finalisten im Rennen um den begehrten Preis.

Sepp Eisl ist Biolandwirt mit Leib und Seele. Seit über 30 Jahren führt er seinen Milchschaf-Betrieb und setzt dabei auf innovatives Denken und Nachhaltigkeit. Auf seinem Hof lebt er von und mit seinen Ostfriesischen Milchschafen. Gemeinsam mit seiner Frau Christine produziert er Schafmilchspezialitäten in Bioqualität. Neben Frischkäse, Joghurt und Fruchtmolke stellt die Familie Eisl auch Schafmilcheis her. Seit 2017 verkaufen sie das auch in der Salzburger Altstadt, wo sie den ersten Bio-Schafmilcheis-Salon in Österreich eröffnet haben.

Familie Eisl produziert ihr Schafmilcheis am Wolfgangsee. Foto: Wildbild Salzburg24
Familie Eisl produziert ihr Schafmilcheis am Wolfgangsee. Foto: Wildbild

"Ceres Award" zeichnet Landwirte aus

Nun hat sich Eisl, ebenso wie sein österreichischer Kollege Tobias Ilg aus Dornbirn (Vorarlberg), für den "Ceres Award" qualifiziert. Bei diesem Preis werden Landwirte gewürdigt, die mit Mut und Ideenreichtum Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften. Der Ceres Award gilt als bedeutendster Landwirtschaftspreis im deutschsprachigen Raum. Der frühere Landesrat, Eisl war unter Gabi Burgstaller (SPÖ) bis 2013 für die ÖVP für Agrar und Personal zuständig, wurde als einer der drei Finalisten in der Kategorie "Biolandwirt" auserwählt.

Nachhaltigkeit bei Eisl im Vordergrund

Umweltschutz, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen sind auf Eisls Hof oberstes Gebot. Daher verwendet er für die Produktion ausschließlich Ökostrom und Energie aus dem eigenen Biomasseheizwerk. Das versorgt nicht nur den eigenen Betrieb, sondern auch zehn Nachbarhäuser mit Energie. Auch bei der Verpackung legt der Landwirt Wert auf Nachhaltigkeit: Sie ist - wenn möglich - biologisch abbaubar, recycle- oder wiederverwendbar.

Die Schafmilchprodukte vom Wolfgangsee sind Bio. Foto: Kirchberger Salzburg24
Die Schafmilchprodukte vom Wolfgangsee sind Bio. Foto: Kirchberger

"Als Finalist in Berlin dabei sein zu dürfen, ist bereits allerhand", freut sich Eisl. Warum er Biolandwirt des Jahres werden will? "Weil ich jungen Hofnachfolgern Mut machen möchte, dass man mit einem landwirtschaftlichen Betrieb viele Chancen hat, wenn man selbst initiativ wird. Auch dann, wenn es vielen Außenstehenden am Anfang nicht so erfolgsversprechend erscheint", erklärt der Flachgauer.

Salzburger mit Chancen auf "Biolandwirt des Jahres"

Mehr als 180 Landwirte haben sich in diesem Jahr für den Award beworben. Vergeben wird der CeresAward, der nach der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit benannt ist, nach einem zweistufigen Verfahren. Zunächst bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten die Bewerbungen. Drei Bewerber je Kategorie werden schließlich als Finalisten gewählt. Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind die Jurorenteams in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol in Italien unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen.

Ob Sepp Eisl den Kategorie-Sieg mit nach Österreich nehmen wird, verkündet die Jury bei der großen Preisverleihung im Rahmen der Galaveranstaltung "Nacht der Landwirtschaft" am Donnerstag, 18. Oktober, in Berlin.

(Quelle: S24)

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