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Salzburger wegen Messerattacke an Zimmerkollegen verurteilt

Ein psychisch und körperlich Beeinträchtigter hat im Vorjahr in einem Heim im Salzburger Pongau auf einen Zimmerkollegen mit einem Buttermesser eingestochen, weil er ein Einzelzimmer haben wollte.

Das Opfer erlitt zwei oberflächliche Schnittwunden im Gesicht. Ein Geschworenengericht in Salzburg hat am Donnerstag, dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einweisung des Flachgauers in eine Anstalt für zurechnungsunfähige, geistig abnorme Rechtsbrecher Folge gegeben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Verurteilter nicht zurechnungsfähig

Der 29-Jährige leidet seit seiner Geburt an einer Störung des Zentralnervensystems. Er ist laut einem neuro-psychiatrischen Gutachten nicht zurechnungsfähig und wird deshalb als "Betroffener" bezeichnet. Wäre er zur Tatzeit am 28. November 2011 zurechnungsfähig gewesen, wäre er der Staatsanwaltanwaltschaft zufolge wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Doch das Gericht nahm als Anlass-Tat eine versuchte, absichtlich schwere Körperverletzung an. Weder Staatsanwaltschaft noch Verteidigung gaben nach der Urteilsverkündung eine Erklärung ab.

Flachgauer stach mit Küchenmesser zu

Der Zimmerkollege hatte sich damals nach dem Mittagessen schlafen gelegt. Der Flachgauer holte aus der Küche ein Messer mit neun Zentimeter langer Klinge, die Spitze war abgerundet. "Ich habe einmal zugestochen. Ich wollte nicht, dass er stirbt. Er ist aufgewacht und hat mich mit den Beinen weggestampft", schilderte der Beeinträchtigte dem vorsitzenden Richter Günther Nocker. Gerichtsmediziner Fabio Monticelli bezeichnete das Messer als "relativ stumpf". "Die Tat ist so erfolgt, dass in der Regel keine Lebensgefahr damit verbunden ist." Verteidiger Thomas Schwab sagte, die Verletzung sei ein Kratzer gewesen, nicht mehr. (APA)
(Quelle: S24)

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