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Noch Tests offen

Weiterer Covid-Fall in der Schwarzenbergkaserne

Über 60 Soldaten in Isolation

Tag der offenen Tür Schwarzenbergkaserne SALZBURG24 Struber
Bei der Einfahrt zur Schwarzenbergkaserne werden wieder Fiebermessungen durchgeführt.

In der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim (Flachgau) gibt es nun einen weiteren Corona-Fall. Damit steigt die Anzahl der infizierten Soldaten auf acht.

Wals-Siezenheim

Erst gestern wurde bekannt, dass sieben Bundesheer-Angehörige in Salzburg mit dem Virus infiziert sind (wir haben berichtet). Die Auswertung von Testergebnissen brachte nun einen weiteren Fall ans Licht. Insgesamt wurden bislang 61 Personen getestet, wie das Militärkommando Salzburg am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte. Derzeit gibt es acht positive Fälle, fünf Ergebnisse sind noch offen. Jene Soldaten die als Verdachtsfälle gelten, werden Ende der Woche einer zweiten Testung unterzogen, wie Markus Bender vom Militärkommando auf S24-Anfrage erklärte.

Eigene Unterkunft für Infizierte und Kontaktpersonen

Insgesamt befinden sich derzeit 54 Grundwehrdiener in militärischer Isolation, sieben weitere in Heimisolation. Jene Rekruten, die in der Kaserne isoliert wurden, "dürfen aktuell nicht an Bundesheer-Aktivitäten teilnehmen", wie Bender erklärt. Ihnen werde Wlan zur Verfügung gestellt, aber auch Spiele und Zeitschriften würden für sie zum Zeitvertreib organisiert.

Die acht positiv Getesteten sind in einem Gebäude gemeinsam mit den Verdachtsfällen untergebracht, aber in einem eigenen Stockwerk mit eigenen Sanitäranlagen separiert. In einem weiteren Gebäude befinden sich die Kontaktpersonen. Auch sie dürfen aktuell an keinen Aktivitäten teilnehmen. Auch das Essen werde kontaktlos gebracht. "Die meisten Infizierten zeigen keine Symptome; derzeit ist es aus medizinischer Sicht nicht erforderlich, Soldaten in andere medizinische Einrichtungen zu verbringen", so Philipp Laber, COVID-Arzt beim Militärkommando Salzburg.

Fiebermessungen und Maskenpflicht in der Kaserne

Jene Rekruten, die nicht infiziert sind oder als nähere Kontaktperson gelten, dürften das Gelände, beispielsweise für einen Wochenendbesuch zu Hause, jederzeit verlassen, sagt Bender. Seit dem heutigen Mittwoch werden beim Eintritt in die Kaserne aber wieder Fiebermessungen durchgeführt. In den Betreuungsräumen und der Truppenküche gilt Maskenpflicht. Zudem sind die Kasernenangehörigen angewiesen, Kontakte mit Soldaten anderer Dienststellen zu vermeiden.

"Patient 0" aus St. Wolfgang

Als "Patient 0" der aktuellen Infektionen wird ein Grundwehrdiener des Pionierbataillon 2 gewertet. Er komme aus St. Wolfgang im Salzkammergut. Im dortigen Cluster gibt es aktuell 65 Infizierte. Der junge Soldat ist am vergangenen Freitag als einer von 290 Rekruten angelobt worden. Die Infektionen sollen sich aber nicht bei dem Festakt, bei dem auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landeshauptmann Wilfried Haslauer (beide ÖVP) anwesend waren, verbreitet haben. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Angelobung Ausgangspunkt der weiteren Infektionen war. Zum Zeitpunkt der Angelobung war die Erkrankung des Soldaten noch nicht bekannt. Erst die medizinischen Erhebungen haben ergeben, dass die Infektion bereits früher erfolgt sein muss", heißt es dazu in der Aussendung.

Auch ein direkter Zusammenhang zum Fall eines in der Vorwoche positiv getesteten Berufssoldaten in der Schwarzenbergkaserne könne nicht hergestellt werden. Er gehöre zu einer anderen Dienststelle und die damalige Kontakterhebung habe keine Verbindung zum derzeit betroffenen militärischen Verband ergeben. Dieser Betroffene und 13 negativ getestete Soldaten seien seit letzter Woche in Heimisolation, so das Militärkommando.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 20.09.2020 um 07:10 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/schwarzenbergkaserne-weiterer-corona-fall-beim-bundesheer-91101241

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