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Spektakuläre Großübungen der Einsatzkräfte

Eine großangelegte Katastrophenübung fand am Freitag und Samstag länderübergreifend zwischen Salzburg und Bayern statt.

Im Gemeindegebiet von Thalgau fand am Freitag im Kindergarten eine Übung der Feuerwehr statt. Als die Sirenen aufheulten wussten noch viele nicht was sie erwartet, bekannt war nur, dass es im Kindergarten brennen soll. Daraufhin fuhren eifrige Feuerwehrleute der Feuerwehren aus Thalgau Unterdorf, Plainfeld und Seekirchen zu der Einsatzstelle. Der Einsatzleiter Robert Greisberger war mit dem Ablauf der Übung voll zufrieden. An der Übung beteiligten sich rund 50 Feuerwehrleute der Feuerwehren Thalgau Unterdorf, Plainfeld und Seekirchen, sowie das Rote Kreuz mit zwei Personen.

Übung auch bei den bayerischen Nachbarn

Auch die Bundespolizei und Bergwacht Bayern übte Freitagvormittag gemeinsam mit zwei Hubschraubern der Bundespolizei am Kühroint den Ernstfall. Dort ist auch ein Trainingszentrum der Bundespolizei.

BRK probt Ernstfall bei Übung

Schließlich übte das Bayerische Rote Kreuz einen Einsatz als es zu dämmern begann. Zusammen mit den SAR-Rettungsfliegern der Bundeswehr haben die Luftretter der Bergwacht-Region Chiemgau beim letzten von gleich mehreren Fortbildungsterminen in der Region ihr Zusammenspiel für schwierige Nachteinsätze in den Berchtesgadener und Chiemgauer Bergen trainiert.

Katastrophenschutzübung im Pinzgau

Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See nimmt am Samstag aktiv an der großangelegten Katastrophenschutzübung des Freistaates Bayern und des Bundeslandes Salzburg teil.

Pinzgauer Rotes Kreuz mit 30 Sanitäter im Einsatz

Die Rettungsteams des Bayerischen und Österreichischen Roten Kreuzes sind bei dieser Großübung gefordert, verschiedene Szenarien teilweise gemeinsam zu bewältigen, sagte der Geschäftsführer des Bezirksrettungskommandos Pinzgau, RR Stefan Herbst. Neben den organisatorischen und taktischen Abläufen werde auf die Kommunikation zwischen den Einheiten besonderer Wert gelegt. Die Ausstattung des bayerischen Kommandofahrzeuges mit einer Salzburger Funkausrüstung sei aus diesem Grund maßgeblich für den Erfolg der dringend notwendigen Koordinationsarbeiten.

Feuerwehren erproben Alarmierung und Verbindung

Die Feuerwehren im bayrisch-österreichischem Grenzraum arbeiten bereits seit Jahrzehnten bei Einsätzen und Übungen sehr gut zusammen. Um diese gute Zusammenarbeit auch bei Katastrophenfällen zu verstärken, sind bei der bilateralen Katastrophenschutzübung mehr 100 Einsatzkräfte der Pinzgauer Feuerwehren zur Bewältigung der verschiedenen Szenarien eingebunden. Vor allem die Erprobung der Alarmierung sowie der Verbindung der Einsatzkräfte untereinander mit ihren Schnittstellen sind die wesentlichen Ziele der Übung, erklärte der Kommandant des Feuerwehrabschnitt 1 des Pinzgaues, BR Johann Leitinger.

Polizei trainiert gemeinsame Einsatzführung

Die Salzburger Polizei nimmt mit mehreren Streifenbesatzungen an der Übung teil. Deren Hauptaufgaben sind Hilfeleistungen, Verkehrs- und Absperrmaßnahmen und Erhebungstätigkeiten. Trainiert werde auch die gemeinsame Einsatzführung, sagte Abteilungsinspektor Mario Rieder von der Polizei Salzburg, die durch die Teilnahme an der Übung die ohnehin bereits gute Zusammenarbeit mit anderen Einatzorganisationen und den bayrischen Kolleg/innen weiter festigen will. Weiters solle durch das persönliche Kennenlernen verschiedenster Einsatzkräfte der Kommunikations- und Informationsfluss erleichtert und verbessert werden.

500 Helfer bei Übung  im Einsatz

An dieser ersten grenzüberschreitenden Katastrophenschutzübung auf dem Gebiet der Gemeinden Schneizlreuth, Ortsteil Melleck, und Unken, die vom Landkreis Berchtesgadener Land gemeinsam mit dem Land Salzburg, Bezirkshauptmannschaft Zell am See, durchgeführt wird, nehmen insgesamt 500 Einsatzkräfte teil. Es werden insgesamt vier Schadensszenarien beiderseits der Grenze dargestellt. Die Übung findet von 9.30 bis ca. 15.00 Uhr statt. Die zuständigen Behörden weisen darauf hin, dass speziell in Melleck von Freitagnachmittag (14. Oktober) bis Samstagabend (15. Oktober) aufgrund der notwendigen Auf- bzw. Abbauarbeiten sowie des Übungseinsatzes mit Verkehrsbehinderungen auf der B 21 zu rechnen ist. Konkret bedeutet dies, dass wegen der Sperre des Wendelbergtunnels der Verkehr über die alte Passstraße umgeleitet wird. Die Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen gebeten.

Vier Schadensszenarien

In der ersten Übungsannahme kommt es um 9.30 Uhr im Wendelbergtunnel zu einem Verkehrsunfall. Mehrere zum Teil verletzte Personen flüchten aus dem verrauchten Tunnel und irren zum Teil orientierungslos umher. Gegen 11.15 Uhr stürzt dann, so das zweite Szenario, ein Kleinflugzeug in der Nähe des Nordportals des Wendelbergtunnels in den Wald. Beim Aufprall entzündet sich auslaufender Treibstoff und setzt den angrenzenden Wald in Brand. Durch Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern im Stau vor dem Nordportal ereignen sich zudem mehrere Auffahrunfälle. Um 12.15 Uhr kommt schließlich ein Einsatzfahrzeug ins Schleudern und fährt in eine Zuschauergruppe.  Betriebsstoffe sickern ins Erdreich. Aufgrund der Verkehrsunfälle und des Flugzeugabsturzes rund um den Wendelbergtunnel versuchen mehrere Fahrzeuglenker den entstandenen Stau im Bereich Grenzübergang-Tankstelle zu umfahren. Im weiteren Verlauf der Katastrophenschutzübung kommt es gegen 13.00 Uhr auf österreichischer Seite zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kleinbus und einem Tankfahrzeug, das Gefahrgut geladen hat. Der Kleinbus überschlägt sich, und es gibt mehrere Verletzte. Das Tankfahrzeug wird bei dem Unfall leicht beschädigt. Ein Unfallzeuge meldet, dass aus dem Tankwagen Flüssigkeit austritt.
(Quelle: S24)

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