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Sonnengruß am Wasser

Entspanntes Yoga am wackeligen Stand up Paddle?

Körper, Geist und Seele am Stand up Paddle stärken

WhatsApp Image 2021-07-12 at 08.07.27.jpeg Jana Pröller
Am SUP werden verschiedene Yoga-Übungen durchgeführt.

Stand up Paddling gilt in Österreich bereits seit 2012 als Trendsportart im Sommer. Doch das Board bietet sich nicht nur zum Paddeln über den See, sondern auch für eine Yoga-Einheit an. Wie das funktioniert und welche Vorteile es bringt, haben wir für euch bei einer SUP-Yoga Einheit herausgefunden.

„Einatmen, Ausatmen, Namasté“ - diese Begriffe ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte SUP-Yoga-Einheit und laden vom ersten Moment an zum Entspannen ein. Auch wir nahmen an einem Kurs teil – und das als absolute Yoga-Neulinge. Ob das gut ging?

 

SUP-Yoga in Mattsee

„Beim SUP-Yoga fühlt man sich wie im Urlaub, der Spaß steht im Vordergrund und man kann richtig genießen“, erklärt SUP-Yoga-Lehrerin Danique van Oosterhout im Gespräch mit SALZBURG24. Die gebürtige Holländerin bietet seit sechs Jahren SUP-Yoga Kurse im Strandbad Gebertsham (OÖ) am Mattsee (Flachgau). „Vor zehn Jahre habe ich mich in das Strandbad Gebertsham verliebt.“ Die Lage, die Atmosphäre und die schöne Aussicht auf die Berge seien optimal für SUP-Yoga.

Yoga am Board für jeden geeignet

Egal ob jung, alt, trainiert, untrainiert, erfahren oder unerfahren - alle sind im „Driftwood by Danique“ bei der Wahl Oberösterreicherin herzlich willkommen. Beim SUP-Yoga spielt die Erfahrung keine große Rolle, was uns zu Gute kam. Natürlich ist es für bereits erfahrene Yogis am Land etwas einfacher, doch am Wasser ist es meist für jeden etwas ganz Neues und Spannendes.

Unterschied normales Yoga und SUP-Yoga

Der größte Unterschied ist der Untergrund. Die Übungen werden nicht wie gewöhnlich auf der Matte ausgeführt, sondern auf einem wackeligen Brett. „Dadurch wird vor allem die Tiefenmuskulatur erreicht und gestärkt“, erklärt Danique. Darum wird das SUP-Yoga auch als Ganzkörpertraining definiert. Zusätzlich trainieren die Teilnehmer an der frischen Luft und nicht in einem Yoga-Studio. „Das SUP-Yoga ist viel lockerer und mit mehr Spaß verbunden.“

Stabilisation und Konzentration am wackeligen Board

Vor dem Fall ins kühle Nass müssen sich die Teilnehmer gar keine Sorgen machen, denn die SUP-Lehrerin bestätigt, dass solch ein Vorfall nur selten vorkommt. „Wir beginnen mit Übungen im Liegen, dann auf den Knien und dann stehen wir erst auf, da haben die Leute das Brett bereits gut unter Kontrolle.“ Doch trotz guter Vorbereitung spielt die Konzentration eine entscheidende Rolle. Unachtsamkeit kann trotzdem zu einem Sturz ins Wasser führen. „Man muss echt bei sich bleiben und sich auf den Körper konzentrieren“, erklärt Danique. Nach einer Einheit sei auch der Kopf leer.

Was braucht man für einen SUP-Yoga-Kurs?

Am Allerwichtigsten ist natürlich, dass die Teilnehmer schwimmen können. Wer ein eigenes Stand up Paddle zuhause hat, kann das mitnehmen oder sich vor Ort eines ausleihen. Wie bei jeder anderen Sportart und damit man nicht dehydriert, darf etwas zu Trinken nicht fehlen. Am SUP findet sich auf alle Fälle ein Platz für eine Trinkflasche. Da der Sport auf dem Wasser stattfindet, stellt sich auch die Frage nach der optimalen Kleidung, Badesachen oder Sportgewand? „Das ist Geschmackssache. Aber aus Erfahrung ist vor allem für Frauen Sportbekleidung angenehmer, da man nicht ständig den Bikini richten muss,“ stellt Danique klar.

Ablauf einer SUP-Yoga Einheit

Insgesamt werden zwei Einheiten in der Woche im Strandbad Gebertsham angeboten, am Mittwoch um 19 Uhr und am Sonntag um 8.30 Uhr. Wer bereits Stand up Paddle-Erfahrungen hat, kann gleich mit dem Paddeln loslegen. Alle anderen bekommen davor eine kurze Einführung in die Sportart. Am See befindet sich eine SUP-Insel, wo alle Boards festgemacht werden, damit keiner wegtreibt. „Am Anfang wird 20 Minuten die Rumpfmuskulatur aktiviert, dann folgen zwei drei Flows (fließende Yoga-Bewegungen) und am Schluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch entspannen“, erklärt der Profi. Je nach Lust und Laune kann nach dem Yoga noch eine halbe Stunde gepaddelt werden.

Gelungener Erstversuch

Nach der Theorie folgte die Praxis und wir nahmen an einem Kurs teil. Trotz kurzer Anfangsschwierigkeiten und Respekt vor dem wackeligen Untergrund konnten wir abschalten und die Bewegungen an der frischen Luft genießen. Doch die Yoga-Flows habens auch in sich und dürfen nicht unterschätzt werden. Darum war ich von Anfang bis zum Schluss höchstkonzentriert, um nicht ins Wasser zufallen. Und das klappte auch gut, denn niemand wurde nass. Vor allem die Ruhe und Atmosphäre am See genossen wir sehr. Für uns ein echt gelungener Erstversuch im SUP-Yoga.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 28.07.2021 um 07:09 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/sup-yoga-warum-sich-yoga-am-stand-up-paddle-lohnt-106473982

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